Ein Mitarbeiter von Mitnetz Strom auf dem Weg, um eine Stromleitung zu warten.

Ein Mitarbeiter von Mitnetz Strom auf dem Weg, um eine Stromleitung zu warten.

Bild: © EnviaM

Netzbetreiber Mitnetz will im laufenden Jahr 322 Millionen Euro in sein Stromnetz investieren. Neben der Instandhaltung solle das Netz mit dem Geld auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereitet werden, sagte der technische Geschäftsführer Dirk Sattur am Donnerstag.

Im vorigen Jahr hatte das Unternehmen 288 Millionen Euro dafür ausgegeben. Das Unternehmen, das zur EnviaM-Gruppe gehört, betreut ein Gesamtstromnetz von rund 74.000 Kilometern in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Herausforderung Erneuerbare

Als zentrale Herausforderungen für das Stromnetz der Energiewende sieht Sattur vor allem die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Sowohl private Photovoltaik-Anlagen als auch gewerbliche Solar- und Windparks würden derzeit rapide zunehmen.

Das erfordere wegen der ungleichmäßigen Produktionsmengen eine hohe Flexibilität. Außerdem müsse der Netzbetreiber seine Infrastruktur auf die wachsende Bedeutung der E-Mobilität ausrichten. "Wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Ladepunkte von aktuell zirka 500 öffentlichen Ladepunkten auf bis zu 250.000 private und öffentliche Ladepunkte in unserem Netzgebiet im Jahr 2030 erhöhen kann."

Autonome Drohnen als Hilfe

Sattur will deshalb sowohl bei der Steuerung als auch bei der Wartung verstärkt auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz setzen. So sollen digitale, ferngesteuerte Trafostationen in Echtzeit Daten über die Netzauslastung und Prognosen zur Wartung liefern.

In ersten Modellversuchen setzt der Betreiber zur Überprüfung der Stromleitungen außerdem bereits jetzt autonome Drohnen ein, die die Leitungen auf bis zu 50 Kilometern auf Schäden absuchen. (dpa/ab)

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