Die SWM erneuern an ihrem Standort Freimann den Kraftwerksteil. Hier werden zwei neue Gasturbinen, ein neuer Wärmetauscher (WWT) zur Abwärmenutzung und zudem ein neuer Abgastrakt inklusive Katalysator und Kamin errichtet. Bei den neuen Turbinen handelt es sich um modifizierte Flugzeugtriebwerke. Sie haben eine installierte elektrische Leistung von je rund 50 MW und eine thermische Leistung von insgesamt rund 125 MW. Zudem wird erstmals in Deutschland bei einem Gasturbinenkraftwerk ein Katalysator eingesetzt.
Die Anlage wird ihren ohnehin schon günstigen Ausstoß an Kohlenstoffmonoxid (CO) und Stickoxiden (NOx) weiter reduzieren: Im Jahresmittel sollen 20 mg CO pro Norm-Kubikmeter ausgestoßen werden – ohne Katalysator wären es 40 mg. Der NOx-Ausstoß wird von 35 mg pro Norm-Kubikmeter auf zwölf mg gesenkt. Die SWM wollen den Fernwärme-Bedarf Münchens bis 2040 zu 100 % CO2-neutral decken, schwerpunktmäßig aus Tiefengeothermie. Bis dahin setzen die SWM auch auf Erdgas unter Zuhilfenahme der Kraft-Wärme-Kopplung.
Noch in diesem Jahr wieder ans Netz
Die Vorbereitungen für den Turbinentausch begannen bereits 2017 mit dem Rückbau der Altanlage. Die Arbeiten für die Neuanlage laufen seit Anfang 2018. Nach dem Abbruch der alten Anlage bauen die Fachleute seither Schritt für Schritt im Bereich der bisherigen Gasturbinenanlage die neue Anlage inklusive Abgaskanal samt Warmwasserwärmetauscher zur Fernwärmeauskopplung auf. Voraussichtlich Ende 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die neuen Turbinen in Betrieb gehen. (sig)



