Beschädigte Stromkabel liegen neben einer Baustelle, an der in der vorhergegangenen Nacht ein Kabelbrand ausgebrochen war. Nach dem massiven Stromausfall in München, der am Freitag über Stunden hinweg rund 20 000 Haushalte betroffen hat, ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

Beschädigte Stromkabel liegen neben einer Baustelle, an der in der vorhergegangenen Nacht ein Kabelbrand ausgebrochen war. Nach dem massiven Stromausfall in München, der am Freitag über Stunden hinweg rund 20 000 Haushalte betroffen hat, ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

Bild: © Matthias Balk/dpa

Nach dem großen Stromausfall in München im Mai steckt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) noch in den Ermittlungen zu den Hintergründen des ursächlichen Brandes. «Ein extremistischer Hintergrund ist weiterhin nicht ausschließbar», sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in München. Derzeit werde ein Bekennerschreiben ausgewertet und analysiert, das nach dem Stromausfall auf der Online-Plattform «Indymedia» veröffentlicht worden war.

Dem Schreiben zufolge galt der Anschlag auf das Strom- und Glasfasernetz einem Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof. Bei dem Feuer in einer Baugrube waren am 21. Mai rund 50 Stromkabel der Mittelspannung vollkommen zerstört worden. In der Folge fielen etwa 150 Trafostationen aus - und rund 20 000 Haushalte waren bis zu eineinhalb Tage lang ohne Strom.

Bislang keine konkreten Tatverdächtigen

Die Ermittler prüfen seither Verbindungen ins linksextremistische Milieu. Schon in der jüngeren Vergangenheit gab es in München wiederholt Brandanschläge auf die Infrastruktur. Seit November 2019 hatten Unbekannte in der Landeshauptstadt mehrfach Funkmasten und andere Einrichtungen angezündet; bei der Serie entstand ein Schaden von rund 3,6 Mio. Euro. Die Ermittler ordnen die Taten linksextremen Straftätern zu, konnten aber bislang keine konkreten Personen ermitteln. (dpa/lm)

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