Mit einem solchen "Kabelpflug" werden Stromleitungen schonend und schnell in der Erde verlegt. Die Netze BW will in den nächsten Jahren rund 2.000 Kilometer Leitungen zusätzlich verkabeln.

Mit einem solchen "Kabelpflug" werden Stromleitungen schonend und schnell in der Erde verlegt. Die Netze BW will in den nächsten Jahren rund 2.000 Kilometer Leitungen zusätzlich verkabeln.

Bild: © Netze BW

Die EnBW-Tochter Netze BW plant zusätzliche Investitionen in Höhe von 300 Mio. Euro für den Wechsel von 2000 Kilometern Freileitungen zu Erdkabeln in den nächsten zehn Jahren. Allein in diesem Jahr sollen mehr als doppelt so viele Leitungskilometer im Boden verschwinden als ursprünglich geplant.

Im Fokus stehe die mittlere Spannungsebene mit 10 oder 20 kV. "Die Mittelspannung ist als Bindeglied zwischen den überregionalen und den örtlichen Netzen enorm wichtig", erklärt Netze-BW-Geschäftsführer Christoph Müller. Durch den Einsatz von Erdkabeln würden die Leitungen leistungsfähiger und zugleich weniger anfällig für Wind und Wetter. Deshalb zahle jeder investierte Euro unmittelbar auf die sichere Stromversorgung ein, so Müller.

Breitband-Rohre werden mitverlegt

Regionale Schwerpunkte des Investitionsprogramms sind der Raum Oberschwaben/Allgäu, der Enzkreis, die Region Heuberg sowie die Albhochfläche. "Vor allem in diesen Regionen haben wir aus topografischen und historischen Gründen noch vergleichsweise viel Freileitungen", erläutert Müller.

Man schlage außerdem so zwei Fliegen mit einer Klappe: "Wir verlegen, wo immer möglich, auch Leerrohre für die Breitbandverkabelung. Dadurch wird das schnelle Internet in vielen Regionen einen großen Schritt nach vorne machen", sagt der Netze-BW-Geschäftsführer. (sg)

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