Wind- und sonnenreichster Februar bisher: Das gute Wetter hatte einen erheblichen Anteil an der Stromproduktion.

Wind- und sonnenreichster Februar bisher: Das gute Wetter hatte einen erheblichen Anteil an der Stromproduktion.

Bild: © imacoconut/AdobeStock

Der BEE hat seine Berechnungen zum Bruttostrombedarf und zur Erzeugung aus erneuerbaren Energien an die neuen Klimaschutzambitionen der EU angepasst. Soll in der Staatengemeinschaft eine Treibhausgas-Reduzierung (THG) von 55 Prozent bis 2030 erreicht werden, so wie es die Kommission beschlossen hat, muss die Nutzung der Erneuerbaren in Deutschland mehr als verdoppelt werden.

Laut dem „BEE-Seznario 2030 – 65 Prozent THG-Minderung bis 2030“ muss Deutschland seine Emissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. So sieht es die Effort-Sharing-Regulation der EU vor, wonach die Mitgliedsländer unter anderem je nach ihrer Wirtschaftskraft Emissionen einsparen müssen, um die gemeinsamen Klimaschutzziele zu erreichen.

Erneuerbaren-Anteil am Bruttostromverbrauch auf 77 Prozent steigern

Auf Basis der Zahlen aus dem Jahr 2019 (Erneuerbaren Ausbau, Anteil fossiler Energieträger, Stromverbrauch) hat der BEE errechnet, dass die Nutzung der Erneuerbaren um den Faktor 2,4 bis 2030 gesteigert werden müsse, um sich an die Zielvorgaben der EU zu halten. So müssten 1084 TWh (2030 ) des Bruttoendenergiebedarfs über regenerative Quellen gedeckt werden. Das entspricht etwa 77 Prozent. 2019 wurden gerade einmal 455 TWh des Bruttoendverbrauchs aus Wind, Solar, Biomasse und Co. erzeugt.

Wind Onshore und PV weisen hier laut BEE das größte Steigerungspotenzial auf. Wasserkraft, Geothermie und Bioenergie bleiben in ihrer Nutzung über die Jahre hinweg konstant. Vor diesem Szenariorahmen drängt der BEE einmal mehr zu einer schnellen Erhöhung der Ausbaupfade. Diese hätten laut Entschließungsantrag im Rahmen der EEG-Novelle bereits im ersten Quartal dieses Jahres von der Bundesregierung beschlossen werden sollen. (lm)

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