Die SWM weiten ihr Engagement im Bereich Windenergie in Norwegen aus. Erst Mitte Dezember hatten die Münchner den Onshore-Windpark Raskiftet eingeweiht. Das Bild zeigt (von links): Den norwegischen Öl- und Energieminister Kjell-Børge Freiberg, Christian Vogt (Leiter SWM Beteiligungsmanagement), Rune C. Vamråk (Geschäftsführer der Gudbrandsdal Energy), Oddleiv Sæle (Direktor der Eidsiva Hydroelectric Power) und Magnus Axelsson (Geschäftsführer von Austri Raskiftet).

Die SWM weiten ihr Engagement im Bereich Windenergie in Norwegen aus. Erst Mitte Dezember hatten die Münchner den Onshore-Windpark Raskiftet eingeweiht. Das Bild zeigt (von links): Den norwegischen Öl- und Energieminister Kjell-Børge Freiberg, Christian Vogt (Leiter SWM Beteiligungsmanagement), Rune C. Vamråk (Geschäftsführer der Gudbrandsdal Energy), Oddleiv Sæle (Direktor der Eidsiva Hydroelectric Power) und Magnus Axelsson (Geschäftsführer von Austri Raskiftet).

Bild: © Gudbrandsdal Energi

Bis 2025 wollen die Stadtwerke München (SWM) so viel Ökostrom erzeugen wie die bayerische Landeshauptstadt benötigt. Dank einer Kooperation mit dem norwegischen Energieversorger Tronderenergi haben die Stadtwerke einen weiteren großen Schritt in Richtung dieses Ziels gemacht, der Ökostromanteil des bayerischen Versorgers wächst dadurch mittelfrisitig von aktuell etwas mehr als 50 auf über 70 Prozent.

Über den millionenschweren Deal werden die SWM erst am morgigen Mittwoch (8. Januar) in einer Pressekonferenz informieren. Laut einem norwegischen Businessportal wurden die Kooperationsverträge Ende vergangener Woche unterschrieben. Geplant ist unter anderem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Namen "Tronderenergi Vind", an dem der norwegische Versorger 51 Prozent der Anteile halten wird und die SWM 49 Prozent. Ziel der Gesellschaft ist der Bau, der Betrieb und die Weiterentwicklung von Windparks.

Investitionen von über 300 Mio. Euro

Das Portfolio des Joint-Venture umfasst vier noch zu bauende Windparkprojekte in Norwegen mit einer jährlichen Stromproduktion von mehr als einer Mrd. kWh sowie den Betrieb vier bestehender Windparks in Norwegen mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 350 Mio. kWh. Die Investitionssumme für die neuen Windparks liegt bei rund 305 Mio. Euro (drei Milliarden Norwegische Kronen), die Turbinen werden von Vestas geliefert. Das Windpark-Portfolio gehört zu 70 Prozent den Stadtwerken München und zu 30 Prozent Tronderenergi.

"Wir hatten viele Stakeholder, die mit uns investieren wollten, aber die Stadtwerke München haben sich als der attraktivste Partner erwiesen", sagte Stale Gjersvold, CEO von Tronderenergi. Die SWM hätten nicht nur den höchsten Preis geboten, sondern einen ähnlichen industriellen Ansatz wie die Norweger und die gleichen hohen Ambitionen im Energie- und Klimabereich. Tronderenergi gehört 24 Gemeinden, einer kommunalen Landespensionskasse und dem Nordmore Energiverk.

"Potenzial noch besser nutzen"

"Zusammen mit Tronderenergi können wir das Potenzial der Windenergie gerade in Nordeuropa jetzt noch besser nutzen", erklärte Christian Vogt, Leiter des SWM-Beteiligungsmanagements. Erst Mitte Dezember vergangenen Jahres hatten die Münchner den Onshore-Windpark "Raskiftet" in Norwegen offiziell eingeweiht, der in den nächsten Wochen in Betrieb genommen wird. Diese Anlagen werden gemeinsam mit den kommunalen norwegischen Energieversorgern Eidsiva Energie und Gudbrandsal Energi betrieben. Die SWM halten rund 60 Prozent der Anteile an dem aus 31 Windturbinen bestehenden Park, es wird mit einer Jahres-Stromproduktion von 350 Mio. kWh gerechnet. (hoe)

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