Ersatzsysteme für das Dauerblinken an den Windturbinen kosten mehrere Tausend Euro. Die Verpflichtung zur Umrüstung ist unausweichlich. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Ersatzsysteme für das Dauerblinken an den Windturbinen kosten mehrere Tausend Euro. Die Verpflichtung zur Umrüstung ist unausweichlich. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Bild: © dk-fotowelt/Adobe Stock

Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW will die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) für Windrad-Betreiber möglichst kostengünstig umsetzen. Hierfür sollen sich mehrere Windkraftanlagen eine Signaleinheit des notwendigen Transponder-Systems teilen. Für diese Windkraftcluster und das Ausrollen der neuen Technik hat der LEE eine eigene GmbH gründet – die LEE NRW GmbH.

Seit diesem Sommer gilt die Pflicht zur BNK, die das Dauerblinken der Windturbinen ersetzen soll und damit weniger in Konflikt mit Anwohner- und Naturschutzinteressen steht. In Nordrhein-Westfalen müssen 2350 Anlagen umgerüstet werden. Die Betreiber von wiederum 1300 Anlagen haben sich per Absichtserklärung überzeugt vom LEE-Cluster-Konzept gezeigt.

Ein Drittel weniger Kosten

Nun beginnt die erste Phase des flächendeckenden Rollouts. 213 Cluster hat die GmbH bereits gebündelt. In 55 Clustern geht es nun los. Dabei sollen möglichst viele Windkraftanlagen das gleiche Transponder-Signal nutzen. Möglich wird das durch eine umfangreiche Standortanalyse und anschließend optimierte Positionierung des Transponder-Systems.  Die Kosten dafür teilen sich alle Windkraftbetreiber in einem Cluster.

"Würden alle Betreiber auf eigene Faust ein System anschaffen, bräuchte es 300 Signaleinheiten. Durch unser Gemeinschaftskonzept können wir ein Drittel davon einsparen. Dies kann die Kosten pro Anlage erheblich senken", erklärt Christian Mildenberger, Geschäftsführer der LEE NRW GmbH. Je mehr Betreiber künftig mitmachen, um so günstiger wird es. (lm)

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