Laut einer neuen Umfrage räumen 89 Prozent der befragten Energiemarktakteure Erneuerbaren-Stromlieferverträgen, auch als Power-Purchase-Agreements (PPA) bekannt, als zukunftsweisendes Marktmodell einen wichtigen oder gar sehr wichtigen Stellenwert ein.
Unter Energieunternehmen und Investoren glaubt sogar jeder fünfte Befragte, dass mehr als zehn Prozent des Gesamtstromverbrauchs im Jahr 2030 aus PPAs stammen.
Photovoltaik-PPAs besonders interessant
Vor allem Photovoltaik halten die befragten Unternehmen für sehr interessant (75 Prozent), gefolgt von Wind Onshore und Offshore (64 und 59 Prozent).
Zugleich werden die Komplexität der Verträge, die Ungewissheit über staatliche Regulierungen und fehlende Erfahrungswerte am Markt von der Mehrheit weiterhin als große Hürden empfunden.
200 Befragte
Vor allem zu rechtlichen Rahmenbedingungen fehlen den Befragten aktuell noch Informationen (49 Prozent). Viele Fragen gibt es zudem zu den Themen Preise (41 Prozent), Risikoabsicherung (40 Prozent) und Risiken verschiedener PPA-Liefermodelle (39 Prozent).
Die Marktoffensive Erneuerbare Energien, eine unter anderem von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) ins Leben gerufene Initiative, hatte die Umfrage in Auftrag gegeben. Mehr als 200 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen des Energiemarkts wurden bis Juli zu grünen Stromlieferverträgen befragt.
Dena: Wirtschaft will auf PPAs setzen
Darunter befanden sich neben Energieerzeugern und Direktvermarktern (14 Prozent) auch Energieversorger und Stadtwerke (elf Prozent) sowie Energieabnehmer (20 Prozent).
Die Umfrage verdeutliche klar, dass die Wirtschaft auf PPAs setzen wolle, kommentiert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, die Ergebnisse. Es fehle aber an zentralen politischen Weichenstellungen, um diesen in Deutschland den Weg zu ebnen. (aba)



