Gestiegene Energiepreise machen vielen Versorgern zu schaffen. (Symolbild)

Gestiegene Energiepreise machen vielen Versorgern zu schaffen. (Symolbild)

Bild: © Erik van Dijk/unsplash

Insgesamt 1682 Preiserhöhungen in der Strom- und Gasgrundversorgung hat das Vergleichsportal Check24 ermittelt. Allein im neuen Jahr nehmen die Grundversorger in über 1000 Fällen Preiserhöhungen vor.

Demnach haben die Stromgrundversorger in 640 Fällen bereits Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt. Im neuen Jahr kommen 387 Versorger hinzu, die ebenfalls Preise anheben.

Tarife für Neukunden

Im Durchschnitt sollen die Preiserhöhungen 63,7 Prozent betragen. Sie betreffen rund 4,2 Mio. Haushalte.

Besonders ein neuer Trend ist auffällig: So haben 260 Grundversorger neue Tarife ausschließlich für Neukunden eingeführt. Hier wurden die Preise um durchschnittlich 105,8 Prozent angehoben.

Geringere Preise für 1,3 Mio. Haushalte

"Durch gestiegene Kosten bei der Stromerzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken, Produktionsrückgängen bei erneuerbaren Energien und gleichzeitig großer Nachfrage aus der Wirtschaft, sind die Strompreise aktuell besonders hoch", sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie, Check24.
 
Dagegen senkten 42 Stromgrundversorger die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 2,2 Prozent. Davon profitieren rund 1,3 Mio. Haushalte.

Über 1000 Gasgrundversorger erhöhen

Bei den Gasgrundversorgern sieht das Bild ähnlich aus. Bereits 1042 von ihnen haben ihre Preise erhöht oder Preiserhöhungen angekündigt. Allein im neuen Jahr heben sie in 694 Fällen die Preise an.

Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 62,3 Prozent. Sie betreffen laut Check24 gut 3,6 Mio. Haushalte.

Seperate Tarife auch für neue Gaskunden

297 Grundversorger haben darüber hinaus neue Tarife ausschließlich für Neukunden eingeführt. Hier wurden die Preise um durchschnittlich 174,3 Prozent angehoben.

"Verbraucher*innen erleben diesen Winter eine Welle an Gaspreiserhöhungen", sagt Suttner. "Daran ist nicht zuletzt die steigende CO2-Abgabe schuld, andererseits geben die Versorger gestiegene Einkaufskosten an die Kund*innen weiter." (jk)

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