Über die Leitungen der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) hat das nördlichste Bundesland im vergangenen Jahr mehr Strom aus erneuerbaren Energien nach Süddeutschland exportiert als je zuvor. Es waren 6,99 Mrd. kWh, fast 900.000 mehr als 2019, wie SH Netz am Donnerstag berichtete.
Dieses Plus entspricht dem jährlichen Strombedarf von 250.000 Dreipersonenhaushalten mit einem Durchschnittsverbrauch von 3600 kWh pro Jahr. 2017 betrug die Exportmenge noch gut fünf Mrd. kWh.
Importe aus anderen Bundesländern sinken
Gleichzeitig bezieht Schleswig-Holstein den Angaben zufolge kontinuierlich weniger Strom aus anderen Bundesländern. Beispielsweise wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. 2014 mussten noch 2,89 Mrd. kWh über die Leitungen von SH Netz importiert werden. 2017 waren es noch 1,88 Mrd. und im vergangenen Jahr 1,20 Mrd.
Die Erneuerbare-Energien-Anlagen im Bereich von Schleswig-Holstein Netz speisten 2020 etwa 1,75 Mal so viel "grünen" Strom ein, wie das Land selbst zu seiner Vollversorgung braucht.
Weitere Leitungsabschnitte fertiggestellt
"Die aktuellen Zahlen belegen, dass unsere großen Anstrengungen zum Netzausbau zunehmend Wirkung zeigen und wir immer mehr zum Exportland für grünen Strom werden", erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende von SH Netz, Matthias Boxberger.
"Schleswig-Holstein festigt damit seine Rolle als Vorreiter und Schlüsselland für den erfolgreichen Einsatz von erneuerbaren Energien." Zu diesem Anstieg habe die Fertigstellung weiterer leistungsstarker Stromleitungsabschnitte wesentlich beigetragen. (dpa/jk)



