Dank des schönen Sommerwetters kamen die Bauarbeiten gut voran, so dass die PV-Anlage in 2100 Meter Höhe ab September Solarstrom liefern kann.

Dank des schönen Sommerwetters kamen die Bauarbeiten gut voran, so dass die PV-Anlage in 2100 Meter Höhe ab September Solarstrom liefern kann.

Die Bauarbeiten an der ersten hochalpinen Photovoltaik-Grossanlage auf der Albigna Staumauer kommen dank dem schönen Wetter zügig voran, so die EWZ in einer Pressemitteilung.

Deshalb könne die 670 Meter lange Solar-Grossanlage auf 2100 Meter Höhe bereits Ende September Naturstrom produzieren. Wie schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt, könnten sich EWZ-Kunden in der Stadt Zürich und in Graubünden im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodelles an der Anlage beteiligen.

1200 PV-Module überhalb der nach Süden gerichteten Wasserseite

Nur noch wenige der über 1200 Photovoltaik-Panels fehlten an der Albigna Staumauer. Dann seien die Hauptarbeiten an der ersten hochalpinen Solar-Grossanlage mit einer Leistung von 410 kW im Bergell abgeschlossen, teilte der Züricher Versorger mit.

Das Spezielle an der Anlage: die PV-Module sind auf der nach Süden gerichteten Wasserseite angebracht, was eine Herausforderung für Planung, Konstruktion und Bau sei.

Transport von Brückenuntersichtsgerät per Seilbahn

Als Lösung wählten die EWZ ein leicht zu unterhaltendes Montagesystem, bestehend aus Konsolen und Aluprofilen, in die sich die PV-Module einfach einschieben und bei Bedarf auswechseln lassen. Für die Montagearbeiten musste ein Brückenuntersichtsgerät mit der Albigna-Seilbahn auf die Staumauer transportiert werden.

Dafür musste eine der beiden Personengondeln abgenommen und das Gerät an die Seilbahn angehängt werden. Die Bauarbeiten seien grösstenteils durch die Bergeller EWZ-Mitarbeiter ausgeführt worden, teilte das Unternehmen mit.

Kunden profitieren von höherer Anlagenleistung

Seit 2014 bieten die EWZ Kunden in der Stadt Zürich das Bürgerbeteiligungs-Modell "ewz.solarzüri“ an. Für den Solarstrom von der Albigna-Staumauer sei seit Mitte August das Produkt "ewz.solargrischun" auch für die Kunden in Graubünden erhältlich.

Aufgrund der höheren Leistung der Solaranlage (intensivere Sonneneinstrahlung in diesen Höhenlagen sowie die reflektierende Schneedecke und tieferen Temperaturen) würden pro Quadratmeter 180 kWh Solarstrom pro Jahr während 20 Jahre der Stromrechnung gutgeschrieben, heißt es in der Pressemitteilung.

Ein Quadratmeter für 560 Franken

Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich demnach auf einmalig auf 560 Franken. Insgesamt stünden 2176 Quadratmeter an der Solar-Grossanlage zum Erwerb. EWZ-Kunden können 0,5, 1, 3 oder 5 Quadratmeter bestellen.

Die Solar-Grossanlage auf der Albigna-Staumauer sei ein Pionierprojekt von EWZ und habe Leuchtturmcharakter für die Schweiz. Deshalb habe EWZ entschieden, die Anlage schon vor dem Verkauf zu bauen.

Weitere PV-Anlagen in Planung

Es werde davon ausgegangen, dass das Beteiligungsmodell "ewz.solargrischun" auf großes Interesse stoße und damit die Flächen sehr rasch ausverkauft sein würden, teilte der Züricher Versorger mit.

Beim Bürgerbeteiligungsmodell "ewz.solarzüri" werden die Solaranlagen laut Angaben des Unternehmens erst realisiert, wenn sie verkauft sind. In der Stadt Zürich seien derzeit 19 Solaranlagen in Betrieb. Im Herbst 2020 komme eine neue dazu und für 2021 seien weitere in Planung.  (hcn)

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