Die beiden technologiespezifischen Ausschreibungen für Solaranlagen zum Gebotstermin Juni sind im Markt auf eine große Nachfrage gestoßen. Die Solarausschreibung für Freiflächenanlagen größer 750 kW (erstes Segment) war erneut sehr deutlich überzeichnet. Die 242 Gebote im Umfang von insgesamt 1.130 MW übertrafen dabei die ausgeschriebene Menge von 510 MW um mehr als das Doppelte, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur.
Einige Projekte aus der Kommunalwirtschaft
Insgesamt werden in diesem Segment 95 Gebote für eine zu errichtende Solarleistung von 513 MW einen Zuschlag erhalten. Der größte Anteil des bezuschlagten Volumens geht an Gebote für Standorte in Bayern (52 Zuschläge, 233 MW). Auch Projekte der Stadtwerke Maxhütte-Haidhof sowie den Stadtwerken Soest, der Dürener Rurenergie GmBH und der MVV-Tochter Juwi kamen zum Zuge. Darüber hinaus werden unter anderem auch Vorhaben von Eon, Belectric, Enerparc und den Lechwerken gefördert.
Viele Zuschläge betreffen Acker- und Gründlandflächen
34 der bezuschlagten Gebote mit einem Umfang von 223 MW entfallen auf Acker- und Grünlandflächen, wobei auch die meisten Zuschläge an Gebote für Flächen in Bayern gehen (26 Zuschläge, 154 MW).
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,69 ct/kWh und 5,09 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 5,00 ct/kWh und damit leicht unter dem der Vorrunde von 5,03 ct/kWh.
Auch Ausschreibung im zweiten Segment trifft auf positive Resonanz
Auch bei der erstmals angebotenen Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden oder auf Lärmschutzwänden mit einer installierten Leistung von mehr als 300 kW (zweites Segment) war die Nachfrage deutlich größer als das Angebot.
Die Ausschreibungsmodalitäten in diesem zweiten Segment entsprechen laut BNetzA weitgehend denen der Solarausschreibung des ersten Segments. Der Realisierungszeitraum ist aber kürzer und beträgt zwölf anstatt 24 Monaten.
Von Rheinenergie bis Rurenergie
Bei einer ausgeschriebenen Menge von 150 MW wurden 168 Gebote mit einem Volumen von 213 MW eingereicht. 114 Gebote mit einem Umfang von 152 MW wurden bezuschlagt, darunter auch Projekte von Rheinenergie Solar, Sachsenenergie, die Gemeindewerken Steinhagen und der Rurenergie GmbH.
Regional betrachtet verteilen sich die Zuschläge mehrheitlich auf Gebote in Sachsen-Anhalt (34 MW verteilt auf 21 Zuschläge), Brandenburg (30 MW auf 29 Zuschläge) und Niedersachsen (29 MW auf 22 Zuschläge).
Die Zuschlagswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,35 ct/kWh bis 7,89 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 6,88 ct/kWh. (hoe)



