Strom

Stadtwerke Tübingen kaufen ihre erste PV-Speicher-Kombi

Der baden-württembergische Versorger hat sein Solar-Portfolio erweitert und setzt dabei auf eine Kombination aus PV-Freifläche mit Stromspeicher.
11.08.2022

Bei der neusten Solaranlage der Stadtwerke Tübingen kommen bifazialer Module zum Einsatz: Mithilfe moderner Technik wird das Sonnenlicht sowohl auf der Vorder-, als auch auf der Rückseite in Strom umgewandelt.

Die Stadtwerke Tübingen wollen bis 2024 75 Prozent des Strombedarfs in ihrem Versorgungsgebiet über Erneuerbare decken. Hierzu haben sie nun einen weiteren Schritt unternommen und eine PV-Speicher-Kombination erworben.

Die Solaranlage wurde von Projektentwickler ABO Wind errichtet und wurde nun im rheinland-pfälzischen Wahlheim in Betrieb genommen. 3375 Solarmodule sollen künftig rund 1780 MWh pro Jahr erzeugen. Das entspricht einer Anlagenleistung von gut 15 MWp. Rein rechnerisch können so etwa 400 Vier-Personen-Haushalte mit Sonnenstrom versorgt werden.

Projekt aus erster Innovationsausschreibung

Für den produzierten Überschussstrom steht ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 710 kWh zur Verfügung. Das Hybrid-Projekt bekam in der ersten Innovationsausschreibung der BNetzA im Jahr 2020 einen Zuschlag. Laut Ausschreibungsverordnung darf der Batteriespeicher nur den vor Ort erzeugten Strom speichern. Die Stadtwerke Tübingen hoffen jedoch, dass sie auch künftig überschüssigen Strom aus dem Netz einspeichern können.

Mit der Inbetriebnahme von „Wahlheim“ haben die SWT nun 66 Prozent ihres Ausbaupfades für das 75 Prozent Ziel bis 2024 erreicht. (lm)