Statkraft hat das Windkraftportfolio des Betreibers Breeze Three Energy aus Bremen gekauft. Insgesamt 39 Onshore-Parks in Deutschland und vier weitere Parks in Frankreich gehen damit an das norwegische Unternehmen. Insgesamt umfasst die akquirierte Leistung 346 MW.
"Deutschland und Frankreich sind Kernmärkte von Statkraft für die Entwicklung von Wind- und Solaranlagen. Wir stellen uns breit auf und interessieren uns sowohl für die Übernahme von Repowering- oder teil-entwickelten Projekten als auch für Partnerschaften mit anderen Entwicklern. Und natürlich entwickeln wir auch eigene Anlagen auf der grünen Wiese ", sagt Claus Urbanke, Leiter des Bereichs Wind & Solar bei Statkraft in Deutschland zum Deal mit Breeze Threee Energy.
Viele Alt-Anlagen unter Vertrag
Der Löwenanteil des zugekauften Portfolios entfällt mit 311 MW auf Deutschland. Die 187 Anlagen, die sich unter anderem auf Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen, verteilen, liefern pro Jahr etwa 463 GWh Grünstrom. Das Alter der Turbinen liegt zwischen 13 und 22 Jahren, dementsprechend variiert die verbleibende Zeit der EEG-Vergütung.
Die vier französischen Windparks umfassen insgesamt 16 Windräder mit einer Leistung von 35 MW. Das Alter der Anlagen liegt mit 13 und 14 Jahren deutlich unter den deutschen Anlagen. Mit der Transaktion kommt Statkraft seinem Ziel, ab 2025 jährlich etwa 2,5 bis drei GW Wind- und Solarkapazität in Europa zu entwickeln, einen Schritt näher.
Erstes, deutsches Projekt
Im Frühjahr dieses Jahres kündigte Statkraft die Entwicklung des Onshore-Windparks Rappenhagen in der Gemeinde Wesertal in Nordhessen an. Damit besiegelten die Norweger ihren Markteintritt als Windkraftentwickler in Deutschland. (lm)



