Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe die Stromanbieter unter die Lupe genommen, die auf den großen Online-Vergleichsportalen, wie Check24 und Verivox, besonders oft ganz vorne stehen. Dies waren laut einer Auswertung im Juni dieses Jahres insbesondere, die zur 365 AG gehörende Marke Immergrün sowie Q-Cells, e-Werke und Enstroga. Das Fazit fällt verhalten aus: Eine Empfehlung für einen dieser Anbieter spricht die Stiftung nicht aus. Auch weil zwei davon relativ neu im Markt sind.
Von einem Wechsel zu Immergrün hingegen raten die Studienautoren explizit ab. Der Grund: Die dahinter stehende 365 AG aus Köln wurde laut dem Artikel bereits mehrfach abgemahnt, unter anderem wegen zu später Schlussrechnungen, nicht gezahlter Boni und intransparenten Preiserhöhungen. "Bestenfalls für Profis geeignet, die alle Rechnungen prüfen und konsequent gegen Fehler vorgehen", so die Bewertung der Autoren.
Bei neuen Anbietern fehlen Erfahrungswerte
Bei Q Cells und dem neuen Anbieter "e-Werke" aus Berlin wird den Verbrauchern empfohlen mit dem Wechsel noch zu warten. Noch fehlten Rückmeldungen zu Abrechnungen und Bonuszahlungen. Enstroga hingegen ist bereits seit 2012 am Markt. Diese Tarife werden laut Stiftung Warentest über die großen Vergleichsportale oftmals mit Boni von 25 Prozent des Gesamtpreises im ersten Jahr verkauft. Diese rechneten sich aber oft nur, wenn die Kunden im zweiten Vertragsjahr wirklich wieder zu einem anderen Anbieter wechselten. Bleibe der Kunde hingegen bei Enstroga werde es teuer.
Bewertungen anderer Kunden lesen
Um mehr über einen potentiellen neuen Versorger zu erfahren, rät die Stiftung Warentest, sich über die Erfahrungen anderer Verbraucher mit dem jeweiligen Anbieter zu informieren. Auf Check24 werde beispielsweise nicht nur der Wechselprozess bewertet, sondern auch wie zufrieden die Kunden mit dem Service und der Zuverlässigkeit bei Themen wie Abrechnungen und Bonizahlungen waren. Bei Immergrün beispielsweise sinke die Zufriedenheit innerhalb eines Jahres deutlich. (hoe)



