Strukturwandel in der Lausitz vom Braunkohlerevier zum Erholungsgebiet: Im Bild das Kraftwerk Boxberg mit davorliegendem Bärwalder See

Strukturwandel in der Lausitz vom Braunkohlerevier zum Erholungsgebiet: Im Bild das Kraftwerk Boxberg mit davorliegendem Bärwalder See

Bild: © HK Fotografie/AdobeStock

Um das knappe Erdgas 2022 zu kompensieren, erzeugten stillgelegte Kohlekraftwerke wieder Strom. Dadurch wurden 15,8 Mio. Tonnen CO2 zusätzlich in Deutschland emittiert. Dies ermittelte eine Kurzstudie von Energy Brainpool im Auftrag von Green Planet Energy. Die ausgestoßene CO2-Menge entspricht in etwa dem, was in Schleswig-Holstein binnen eines Jahres zusammenkommt. Laut der Studie handle es sich dabei zudem um konkrete Mehremissionen, denn der europäische Emissionshandel könne diese nicht ausgleichen, wird in der dazugehörigen Pressemitteilung hervorgehoben.

Auch wenn 2022 der Erdgas-Anteil an der Stromerzeugung um 16 Prozent sank, hat Deutschland in der Gesamtbilanz Energie nicht eingespart. Das Erdgas wurde durch andere fossile Energieträger wie Kohle und Erdöl ersetzt. So stieg die Stromproduktion aus Steinkohle 2022 um 21 Prozent.

Energy Brainpool erläutert in der Studie ferner, dass die drohenden Klimaschäden abgewendet werden könnten. Hierbei ist aber die Politik gefragt. Zum Beispiel könnte die Bundesregierung das nationale Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) erweitern. Mehremissionen, die durch einen krisenbedingten Weiterbetrieb entstünden, könnten dadurch kompensiert werden. Derzeit schöpft das TEHG die europarechtlichen Möglichkeiten zur Löschung von Zertifikaten nicht voll aus. (gun)

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