Auf dem Stromendkundenmarkt sieht das Bundeskartellamt keine marktbeherrschende Stellung der vier absatzstärksten Unternehmen.

Auf dem Stromendkundenmarkt sieht das Bundeskartellamt keine marktbeherrschende Stellung der vier absatzstärksten Unternehmen.

Bild: © Moritz Frankenberg/dpa

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 484 TWh Strom verbraucht. Das sind vier Prozent weniger als noch im Vorjahr, wie die Bundesnetzagentur am Mittwochvormittag mitteilte.

Zugleich erzeugten deutsche Kraftwerke etwas mehr Strom als im Vorjahr, nämlich 507 TWh. Der Überschuss wurde ins Ausland exportiert. Dadurch wurden im vergangenen Jahr insgesamt 2,9 Mrd. Euro verdient.

Photovoltaik mit Anteil von elf Prozent

Der Anteil des erneuerbar erzeugten Stroms am Verbrauch legte 2022 kräftig zu. Er betrug 48 Prozent und damit fünf Prozentpunkte mehr als 2021.

Den größten Beitrag leisteten nach Angaben der Bundesbehörde vor allem Windkraftanlagen an Land. On- und Offshore-Anlagen kamen demnach gemeinsam auf einen Anteil von 26 Prozent. Photovoltaik steuerte elf und Biomasse acht Prozent bei. Die übrigen drei Prozent entfielen auf Wasserkraft und sonstige Erneuerbare.

Mehr Erdgas verstromt als im Vorjahr

Demgegenüber büßte die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern deutlich ein. Ausschlaggebend dafür war der Rückgang der Stromerzeugung durch Kernenergie um fast die Hälfte. Ende 2021 waren die Kernkraftwerke Gundremmingen C, Brokdorf und Grohnde vom Netz gegangen.

Der Anteil fossiler Energieträger stieg dagegen. Bei Erdgas waren es zwei Prozent mehr, bei Braunkohle fünf und bei Steinkohle 21 Prozent mehr.

Durchschnittspreis von 235 Euro pro MWh im Day-Ahead

Nach Angaben der Bundesnetzagentur betrug 2022 der durchschnittliche Day-Ahead-Großhandesstrompreis 235 Euro pro MWh. Im Vorjahr hatte die Megawattstunde im Schnitt noch 97 Euro gekostet.

In 69 der 8760 gehandelten Stunden war der deutsche Day-Ahead-Preis negativ. Im Vorjahr waren es noch 139 Stunden gewesen. Der Grund für diese Entwicklung dürfte vor allem in den insgesamt stark gestiegenen Energiepreisen liegen. (aba/dpa)

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