Wer derzeit im Großhandel Strom für das kommende Jahr einkaufen will, muss besonders tief in die Tasche greifen. Seit Wochen steigen die Strompreise in immer neue Höhen.
Am Mittwoch wurde die Megawattstunde Strom Base an der Energiebörse EEX sogar zwischendurch für 236 Euro gehandelt. Zum Vergleich: Früher kostetete eine MWh Strom zwischen 40 und 60 Euro. (Aktuelle Marktdaten finden Sie hier im ZfK-Datenraum.)
Braunkohle Stromquelle Nummer eins
Preistreibend wirken weiterhin extrem hohe Rohstoffpreise für Gas (96 Euro pro MWh, TTF) und Steinkohle (336 US-Dollar pro Tonne, API2). Zudem zogen auch die CO2-Preise in den vergangenen Tagen wieder an (fast 95 Euro pro Tonne am Dienstag).
Bullishe Effekte brachte in den vergangenen Tagen zudem ein vergleichsweise schwacher Windertrag. Stromquelle Nummer eins war in dieser Woche bislang die Braunkohle mit knapp 25 Prozent, wie Daten der Fraunhofer-Plattform Energy-Charts zeigen.
Hohe Strompreise bis weit in Zukunft
Danach kam Photovoltaik (21 Prozent) und dann erst die Windkraft (18 Prozent). Gas trug immerhin noch gut neun Prozent zum Strommix bei. Alle Daten wurden am Mittwochnachmittag um 15.14 Uhr abgerufen.
Ungewöhnlich hohe Strompreise sind mittlerweile bis weit in die Zukunft zu beobachten. So notierte der Basekontrakt für das Lieferjahr 2024 an der EEX bei 188 Euro pro MWh. Für das Lieferjahr 2025 kostete die MWh 168 Euro pro MWh. Auch hier war die Tendenz in den vergangenen Wochen steigend.
Extrem hohe Gaspreise
Hoch bleiben die Preise auch am Gas-Terminmarkt. Am niederländischen Handelspunkt TTF notierte eine MWh für das Lieferjahr 2023 bei knapp 80 Euro. Für das Lieferjahr 2024 lag der Preis bei 60 Euro. Zum Vergleich: Früher war ein Gaspreis von um die 20 Euro pro MWh üblich. (aba)



