Eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag der Fachagentur Wind (FA) zeigt: Onshore-Anlagen genießen eine hohe Akzeptanz in der Gesellschaft. Von den 1013 Befragten erachten immerhin 82 Prozent die Nutzung und den Ausbau der Windkraft als wichtig oder sogar sehr wichtig. Dabei gehören 54 Prozent der Befragten der "schweigenden Masse" – sie würden sich weder an Aktionen für noch gegen Windenergie beteiligen.
Bei dieser Personengruppe liegt die Zustimmung zur Windkraft sogar noch höher als bei den Befragten, die sich in öffentlichen Debatten zum Thema vor Ort einbringen oder positionieren. 86 Prozent finden den Windanlagen-Zubau wichtig bzw. sehr wichtig. Laut FA Wind würden die Ergebnisse zeigen, dass sich Windkraft-Gegner keineswegs darauf berufen können, die schweigende Mehrheit zu repräsentieren.
Akzeptanz in den letzten Jahren gut
Auch bei der Frage nach der Akzeptanz von Windanlagen im unmittelbaren Wohnumfeld reagierten 78 Prozent der insgesamt Befragten positiv. Ähnlich hoch ist die Zustimmung für die Flächenausweisung durch Bund, Länder und Gemeinden, um so die gesetzlichen Klimaziele zu erreichen.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat die Zustimmung zur Windkraft leicht zugenommen. Während sich in den Jahren 2015, 16 und 18 die Akzeptanzwerte jeweils um die 80 Prozent eingependelt hatten, stach 2017 bislang mit 83 Prozent als Spitzenreiter hervor.
Finanzielle Bürgerbeteiligung wichtig
Damit noch mehr Menschen positiv dem Zubau gegenüber stehen, sollten laut 82 Prozent der Befragten, die Einnahmen durch die Windenergie zur Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort eingesetzt werden. Ebenso wichtig werden vergünstigte Strompreise (79 Prozent) als entscheidendes Überzeugungskriterium genannt. 66 Prozent der Umfrageteilnehmer wiederum sehen finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger als wichtige Stellschraube.
Für VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche bestätigen die Ergebnisse, wie "wichtig das bisherige Engagement der Stadtwerke beim Windenergieausbau war und bestärkt sie, diesen Kurs fortzusetzen". Dabei plädiert Reiche an die Politik: "Ab Anfang der 2020er Jahre werden Windenergieanlagen altersbedingt in erheblichem Maße abgebaut werden. Wir wissen von einigen unserer Mitgliedsunternehmen, dass unter anderem auch durch die geplanten Abstandsregelungen dort mindestens die Hälfte der bestehenden Standorte für das Repowering wegfällt. Die Bundesregierung muss hier zügig nachsteuern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass wir bei der Windenergie statt eines Fortschritts einen Rückschritt erleben." (ls)



