Das Onlinemagazin Utopia hat seine Nutzer*innen befragt, wie wichtig es ihnen in verschiedenen Konsumbereichen ist, dass Produkte und Angebote nachhaltig sind. Am häufigsten wurden dabei Lebensmittel, Körperpflege & Kosmetik, Energie sowie Haushaltsartikel genannt. Demnach wird Nachhaltigkeit für Verbraucher*innen in fast allen Konsumbereicher wichtiger.
Neu hinzugekommen sind zudem Banken & Versicherungen, Elektronik & Smartphones, Reisen und Elektrogeräte, welche die deutlichsten Zuwächse verzeichneten – Sektoren, in denen nachhaltige Produkte und Angebote bislang noch keine große Rolle spielten. Bei der Energie stieg der Anteil derjenigen, denen umweltfreundliche Produkte wichtig sind, von 58 Prozent (2020) auf nun 64 Prozent.
Gestiegenes Interesse für Elektroautos
Unter den am meisten gesuchten Themen fanden sich dabei auch "Elektromobilität" sowie "Elektroautos und Ladestationen". Dazu untersuchte Utopia die Nutzung der eigenen Website und der Social-Media-Kanäle und verglich sie mit Erkenntnissen aus Google- Keywords und Google-Trends.
Während das Schlagwort "Carsharing" seit Jahren unverändert niedrige Suchanfragen auf Google aufweist, gab es seit 2020 einen sprunghaften Anstieg für die Begriffe "Elektroauto", "Wallbox" und "Ladestation". Dieser Trend habe sich auch in den Themeninteressen der Utopia-Nutzer*innen widergespiegelt, heißt es.
Vertrauen in "Klimaneutral"-Etikett fehlt
Die Anzahl der Vertragsabschlüsse für Ökostrom, die auf Utopia.de vermittelt wurden, habe sich von 2018 bis 2021 vervierfacht. 2021 hätten sich Tag für Tag durchschnittlich elf Nutzer*innen für einen Ökostrom-Tarif entschieden. Zudem gaben 11 Prozent der Befragten an, zu einem klimafreundlichen Tarif wechseln zu wollen.
Zwar sahen 73 Prozent der Befragten, dass klimaneutrale Produkte positiv für das Klima seien, aber so richtig vertraue man den Kennzeichnungen nicht: 54 Prozent haben kein Vertrauen in das Etikett "klimaneutral", 40 Prozent schon. 78 Prozent der Befragten vertrauen der Aussage nur dann, wenn sie dem Hersteller oder der Marke vertrauen.
Nachhaltigkeitskommunikation verstärken
Drei von vier Befragten sind außerdem bereit, für klimaneutrale Produkte mehr zu bezahlen, aber nur 18 Prozent stehen "voll und ganz" dazu. Besonders ausgeprägt war diese Bereitschaft bei den 18-24-Jährigen.
68 Prozent der Utopia-Befragten hatten den Eindruck, dass Unternehmen seit einigen Jahren mehr für Nachhaltigkeit tun. Fast alle, nämlich 90 Prozent, erwarten von den Unternehmen aber noch mehr Engagement für Klimaschutz und Umwelt. 79 Prozent der Verbraucher*innen erwarten von Unternehmen, dass sie ihre Nachhaltigkeitskommunikation verstärken sollen. (jk)



