Zuerst fegte Sturmtief "Klaus", dann "Luis" über Deutschland und brachte die Windräder ordentlich zum Drehen.

Zuerst fegte Sturmtief "Klaus", dann "Luis" über Deutschland und brachte die Windräder ordentlich zum Drehen.

Bild: © Roland Weihrauch/dpa

Orkanartige Böen könnten Deutschland am Dienstag einen neuen Windrekord bescheren. Meteorologen rechnen am Nachmittag mit einer Einspeisung von mehr als 50 Gigawattstunden, wenn Sturm Eugen vom Westen kommend über die Landesmitte rauscht und auf exponierten Bergen eine Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometer pro Stunde erreichen soll.

Eugen dürfte damit den bisherigen Spitzenwert in diesem Jahr übertreffen. Als Mitte März Sturmtief Luis durch das Land wirbelte, wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur zwischendurch mehr als 45 Gigawatt eingespeist. Zum Vergleich: Um die 10 und 15 GW aus Wind gelten in der Branche aktuell als normal.

Bislang kein gutes Windjahr

Im ersten Halbjahr 2020 hatten gleich mehrere Winterstürme neue Rekorde aufgestellt. Der Spitzenwert damals: 46,2 Gigawatt. Insgesamt lief das vergangene Jahr für die Windbranche außerordentlich gut, machte Windenergie mehr als ein Viertel des deutschen Strommixes aus.

Ein anderes Bild bislang in diesem Jahr: Vor allem in den traditionell windstarken Monaten Januar, Februar und März fiel die Winderzeugung weit hinter den Werten des Vorjahres zurück, sank der Windoutput in den ersten drei Monaten um fast 17 TWh, ehe er im April den Vorjahreswert um knapp 1 TWh übertraf. (ab)

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