Die Sonne ernten: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Waldorfschule in Landsberg am Lech

Die Sonne ernten: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Waldorfschule in Landsberg am Lech

Bild: © Naturstrom AG

„Die sich geänderten Rahmenbedingungen bei der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung sorgen dafür, dass sich unsere Energiegenossenschaften strategisch weiterentwickeln und ihr Geschäftsmodell erweitern müssen“, erklärte BWGV-Präsident Roman Glaser in Biberach. Im Rahmen des Energietages des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV) und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg wurden die Chancen von Mieterstrommodellen diskutiert.

Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, wie z.B. Mieterstromprojekte sind eine Möglichkeit für Genossenschaften ihren produzierten Solarstrom möglichst effizient und wirtschaftlich zu nutzen. Genossenschaftsmitglieder insvestieren in eine PV-Anlage und profitieren von der Eigenversorgung. „Die Genossenschaft der Zukunft überwacht das Energiesystem vor Ort, kauft bei Bedarf Strom von Partnern hinzu, setzt auf einen Mix an Erneuerbaren Energien, integriert Nahwärme und stößt auch Sanierungs- und Effizienzmaßnahmen an.“ Auch Themen wie Elektromobilität und Ladeinfrastruktur könnten künftig auf der Agenda stehen.

Dezentrale Versorgung unabhängig von Preisschwankungen auf dem Strommarkt

Der Ideenwettbewerb „Neue Geschäftsmodelle für Energiegenossenschaften“ zeigte bereits die Relevanz von Mieterstromprojekten in der Praxis. Den ersten Platz belegte die Heidelberger Energiegenossenschaft mit ihrer ganzheitlichen Versorgung von drei Mehrfamilienhäusern. Insgesamt 130 Personen beziehen im Rahmen des Projekts ihren Strom aus der hauseigenen PV-Anlage mit Speichermöglichkeit. Die Stromnebenkosten, wie Netzentgelte, Stromsteuer und Konzessionsabgaben reduzieren sich dadurch deutlich. Eventuelle Netzengpässe werden durch den Zukauf von Strom durch die Genossenschaft kompensiert.

Die Abrechnung des Verbrauchs einzelner Mietparteien wird durch Smart Metering transparenter und damit unkomplizierter.  Auch eine hauseigene Elektroladesäule und ein E-Lastenrad stehen im Heidelberger Leuchtturmprojekt zur Verfügung. Der BWGV und die Elektrizitätswerke Schönau dotierten das Projekt mit 25 000 Euro. (ls)

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