Sie sind Trianels Mini-PPA-Fachleute: Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung (links), und Lena Abt, Originator.

Sie sind Trianels Mini-PPA-Fachleute: Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung (links), und Lena Abt, Originator.

Bild: © Trianel

PPAs mit Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen nicht gleich an viele Jahre Laufzeit geknüpft sein. Tatsächlich geht der Trend laut dem Schweizer Analysehaus Pexapark eher zu kürzeren Laufzeiten. Dazu passt, dass die Aachener Stadtwerke-Kooperation nun sogenannte Mini-PPAs anbietet. Doch was genau steckt dahinter? Ein Gespräch mit Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung, und Lena Abt, Originator, bei Trianel.

Seit November 2021 bietet Trianel sogenannte Mini-PPAs für Erneuerbaren-Anlagen an. Was steckt dahinter?

Bastian Wurm: Wir bieten Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen an, ihre erzeugten Strommengen zu einem Festpreis abzunehmen. Dieser Festpreis liegt oberhalb der Mindestvergütung im EEG-Prämienmodell. Die abgenommenen Mengen platzieren wir dann am Terminmarkt. Ziel ist es, Erneuerbare-Energien-Anlagen so über die reine Kurzfristvermarktung hinaus in den Markt zu integrieren und Erträge aus grünem Strom weiter zu optimieren.

Wesentlich für Mini-PPAs sind auch Laufzeiten von weniger als einem Jahr, manchmal sogar von nur drei Monaten. Welche Vorteile bietet das gegenüber langfristigen PPAs?

Lena Abt: Preis- und Mengenrisiken sinken dadurch stark. Das erlaubt uns, standardisierte Produkte anzubieten, die auf bereits geschlossenen Direktvermarktungsverträgen aufbauen. Für die Kunden ändert sich dann nur der Preis, die Risiken übernehmen wir. Mini-PPAs eignen sich für Erneuerbare-Energien-Anlagen, die bereits bei Trianel in der Vermarktung sind. Sie können sich über das Festpreismodell sehr gut gegen Preisschwankungen an den Strommärkten absichern und den Betrieb ihrer Anlagen besser wirtschaftlich planen.

Wie hoch ist bislang das Interesse an Mini-PPAs?

Bastian Wurm: Seit November haben wir 350 MW installierte Leistung in die kurzfristige Festpreisvergütung übernommen. Die 350 MW verteilen sich dabei auf rund 50 Betreiber [Stand 30. März]. Ein Großteil davon sind Windkraftanlagen. Gerade im Biogasbereich haben wir auch Stadtwerkekunden gewinnen können. Generell ist das Interesse schon jetzt hoch und wir sehen großes Wachstumspotenzial.

Das Interview führte Andreas Baumer.

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