Batteriespeicher: Das Agnes-Verfahren der Bundesnetzagentur sieht hier Anpassungen vor. (Symbolbild)

Batteriespeicher: Das Agnes-Verfahren der Bundesnetzagentur sieht hier Anpassungen vor. (Symbolbild)

Bild: © iStock.com/Young777

Von Julian Korb

Die Aachener Stadtwerke-Kooperation Trianel plant im nordrhein-westfälischen Waltrop einen der größten Batteriespeicherparks Deutschlands. Der Großspeicher entsteht auf einem Grundstück in der Nähe des Trianel-Kohlekraftwerks Lünen, wodurch bereits Netzanschlusskapazitäten sicher sind. In der ersten Ausbaustufe soll der Speicher über eine Leistung von 900 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von 1800 Megawattstunden (MWh) beziehungsweise 1,8 Gigawattstunden (GWh) verfügen.

Zum Vergleich: Laut der Plattform Battery Charts sind derzeit in Deutschland Großbatteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 2,8 GWh installiert. Wie Trianel mitteilt, besteht der Batteriespeicherpark in Waltrop in der ersten Ausbaustufe aus drei Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) mit jeweils 300 MW Leistung. Weitere bis zu 600 MW befänden sich zudem in Vorbereitung.

Baubeginn 2026

"Mit der zunehmenden Volatilität der erneuerbaren Energien wird es zwingend notwendig, gezielt in Flexibilität zu investieren", wird Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, in einer Mitteilung zitiert. Gerade Batteriespeicher eigneten sich hervorragend, um sowohl markt- als auch netzdienlich das Gesamtsystem zu stabilisieren.

Partner für das Projekt sind das Schweizer Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW sowie der Hamburger Vermögensverwalter Luxcara, der sich 520 MW Leistung sichert. Die Vermarktung soll über einen sogenannten Tolling-Vertrag erfolgen. Im Laufe des Jahres sollen weitere kommunale Partner von Trianel das Konsortium ergänzen.

Der Baubeginn für den Batteriepark ist für das kommende Jahr vorgesehen. Zum Einsatz kommt eine modulare Containerbauweise mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP-Technologie). Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2028 geplant. Noch befindet sich das Projekt allerdings in der Prüfung durch das Bundeskartellamt.

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