In Schipkau in Brandenburg betreibt Trianel einen Solarpark mit einer Leistung von 9,9 MWp.

In Schipkau in Brandenburg betreibt Trianel einen Solarpark mit einer Leistung von 9,9 MWp.

Bild: © Trianel

Corona hat Deutschland seit über einem Jahr fest im Griff, das spürt auch die Erneuerbaren-Wirtschaft. Das legen die Zahlen des jährlich erscheinenden Global PV InstallerMonitor 2020/2021 von EUPD Research nahe. Laut der Hälfte der 250 befragten Unternehmen wirke sich Corona negativ auf ihr Geschäft aus.

Und das, obwohl der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erst vor wenigen Wochen ein Rekordjahr bei der PV-Nachfrage im Eigenheimsegment bekannt gab. Noch nie seien so viele Solaranlagen nachgefragt worden. Insgesamt 184.000 Neuinstallationen mit knapp 5 GW Gesamtleistung seien vergangenes Jahr ans Netz gebracht worden.

Ausblick für 2021 optimistischer

Während die Investitionsbereitschaft bei Häuslebesitzern groß war, sah es im Gewerbebereich eher düster aus. Hier wurden lediglich 2887 MW zugebaut. Corona und die sinkenden Marktprämien seien der Grund.

Das spiegelt sich nun auch in den Zahlen von EUPD Research wider: Lediglich zehn Prozent der Befragten sehen rückwirkend für 2020 positive Auswirkungen. Für dieses Jahr gibt sich die Branche jedoch deutlich optimistischer. Während 2020 noch 33 Prozent der Befragten negative Geschäftserwartungen hatten, sind es für 2021 nur noch 16 Prozent.

Rahmenbedingungen haben sich verändert

Dem gegenüber sieht mittlerweile jeder fünfte deutsche Photovoltaik-Installateur sogar positive Auswirkungen auf sein Geschäft in 2021. „Ursächlich ist hierfür, dass die Pandemie die Thematik der Nachhaltigkeit positiv beeinflusst und den Bürger und damit die Kundschaft der Installateure zum Nachdenken und Handeln anregt“, ergänzt Hanna Schmole, Projektleiterin des Global PV InstallerMonitor 2020/ 2021.

Doch nicht nur das Umweltbewusstsein bei potenziellen Kunden steigt, sondern auch die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verändert. Die steigenden Strompreise und die guten Fördermöglichkeiten für E-Autos könnten zum Treiber für die Stromproduktion vom eigenen Dach werden. Das stärkste Wachstum wird für die Freiflächenanlagen erwartet, so dass in 2021 mit einer hohen Realisierungsrate der Ausschreibungen der Vorjahre zu rechnen ist.

Zubaupotenzial von 6 GW

Insgesamt prognostizieren die Wirtschaftsforscher von EUPD Research Neuinstallationen im Förderrahmen von 6 GWp im Jahr 2021, was einem Wachstum von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Rahmen von förderfreien PPA-Projekten, werden für 2021 zusätzlich etwa 400 MWp an Neuinstallationen erwartet. (lm)

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