Grünstrom aus Sonne und Wind hat 2025 dominiert. (Symbolbild)

Grünstrom aus Sonne und Wind hat 2025 dominiert. (Symbolbild)

Bild: © Calado/AdobeStock

In den vergangenen zwölf Monaten haben 4,1 Prozent der Kunden des Vergleichsportals Check24 einen nachhaltigen Ökostromtarif gewählt, wenn sie den Stromanbieter wählten. Vor der Energiekrise, im Jahr 2020, waren es demnach noch 3,8 Prozent gewesen, wie das Portal mitteilt.

Demnach entschieden sich zuletzt 28,1 Prozent der Kunden bei einem Wechsel für einen konventionellen Stromtarif. 67,8 Prozent wählten einen Basis-Ökostrom-Tarif aus.

Kostensenkung durch Wechsel

Anbieter von Basis-Ökostrom beziehen ihren Strom oft aus bestehenden erneuerbaren Energieanlagen im Ausland, ohne direkt in den Ausbau neuer, umweltfreundlicher Kraftwerke vor Ort zu investieren. Dadurch kann der tatsächliche Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien in der jeweiligen Region begrenzt sein, wie Check24 erläutert. Demgegenüber zielten nachhaltige Ökostrom-Tarife darauf ab, die lokale Ökostromproduktion zu steigern und förderten so den Ausbau und die Nutzung von Erneuerbaren in der Region.

"Indem Verbraucher*innen auf einen nachhaltigen Ökostromtarif umsteigen, leisten sie nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern senken auch ihre monatlichen Stromkosten", sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Ein Wechsel aus der Grundversorgung spare zudem einige Hundert Euro.

Über 1000 Euro

So könne ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 5000 kWh kann durch den Wechsel aus der Grundversorgung zu einem nachhaltigen Ökostromtarif mehr als 1000 Euro pro Jahr. Dies war Check24 zufogle in 29 der hundert untersuchten Städte möglich.

Am größten war das Sparpotenzial demnach in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen). Denn dort sparten Verbraucherinnen und Verbraucher 1737 Euro im Jahr, wenn sie in einen nachhaltigen Ökostromtarif wechselten, anstatt in der Grundversorgung zu bleiben. Auch in Städten wie Bonn, Köln und Bergisch Gladbach sparen Verbraucher demnach über 1500 Euro.

"Im vergangenen Jahr gab es aufgrund der Energiekrise einen deutlichen Rückgang des Angebots an nachhaltigen Ökostromtarifen", sagt Suttner. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher waren infolge der hohen Energiekosten besonders preissensibel."

Einpersonenhaushalte sparen

Mittlerweile seien jedoch wieder Angebote für nachhaltigen Ökostrom verfügbar, die deutlich günstiger als die Grundversorgung seien. So zeigten sich bei einem exemplarischen Singlehaushalt mit einem Jahresverbrauch von 1500 kWh eine ähnliche Situation: Einpersonenhaushalte senken in den untersuchten 100 Städten im Schnitt ihre Stromkosten um 31,9 Prozent oder 259 Euro.

Das größte Sparpotential gab es demnach für Singles in Bonn. Dort beliefen sich die Ausgaben für den günstigsten nachhaltigen Ökostromanbieter auf 481 Euro pro Jahr. Im Gegensatz dazu setzte der Grundversorger (SWB Bonn; Anm. d. Red.) 1013 Euro jährlich an. In Leverkusen reduziert ein Einpersonenhaushalt die Stromrechnung um 48,6 Prozent beziehungsweise 517 Euro durch den Wechsel zu einem nachhaltigen Ökostromtarif. (jk)

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