Bild: © Paul Zinken/dpa

Zwei von drei Konsumenten wählen nach einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey ihren Energieversorger vorrangig nach dem Preis aus. Demnach achten etwa 37 Prozent vor allem darauf, dass Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energie stammt. Ein günstiger Preis war dagegen 65 Prozent wichtig. Die Managament- und Technologieberatung Sopra Steria hatte die Umfrage in Auftrag gegeben.

Zwar zählten Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu den drei zentralen Faktoren bei der Auswahl, heißt es. Dennoch sei es für Anbieter schwer, allein mit dem Angebot von Windkraft-, Sonnen- oder Wasserkraftenergie Kunden zu gewinnen.

Grafik: © Civey/Sopra Steria

"Erneuerbare als Standardprodukt"

"Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien ist durch die Energiewende ein Standardprodukt geworden, das jeder Versorger praktisch anbieten muss", lässt sich Energieexperte Jürgen Dreiseidler von Sopra Steria zitieren. "Damit taugt Nachhaltigkeit allein als Differenzierungsmerkmal im reinen Vertragsgeschäft nicht."

Wie der Monitoringbericht 2020 der Bundesnetzagentur jedoch zeigt, scheinen nur wenige Deutsche bereit, tatsächlich zu Billiganbietern zu wechseln.

26 Prozent im Grundversorgungstarif

Demnach beziehen etwa 26 Prozent der deutschen Haushalte ihren Strom noch immer im Grundversorgungstarif. Dieser liegt in der Regel über dem billigsten Angebot. 40 Prozent der Haushaltskunden werden zudem über einen Vertrag mit dem örtlichen Grundversorger außerhalb der Grundversorgung beliefert. (ab)

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