Der Anteil von Autos mit alternativem Antrieb steigt.

Der Anteil von Autos mit alternativem Antrieb steigt.

Bild: © Wellnhofer Designs/stock.adobe.com

Das Pendeln von Menschen in und um München soll dank besserer Nutzung der Parkflächen umweltfreundlicher werden. Ein Projektteam von der Hochschule München (HM) hat sich dazu etwas einfallen lassen: Eine Überdachung von Park+Ride-Anlagen mit Solar-Panels soll es Pendlerinnen und Pendlern ermöglichen, ihre E-Autos mit dem so generierten Strom aufzuladen. Zu ihren Arbeitsstätten gelangen sie von dort aus inzwischen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Regina Kirchlechner, Studentin der Fakultät Bauingenieurwesen an der HM, hatte im Rahmen des interdisziplinären Lehrprojektes "ZukunftGestalten" die Idee für das Projekt "Solar – Park+Ride". Mit drei weiteren Studierenden aus verschiedenen Fakultäten gründete sie ein Projektteam. "Da ich selbst zu einem P+R-Pendlerparkplatz fahre, der nur wenige Ladesäulen hat und auf meiner Laufstrecke zuhause einen Solarcarport gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum man das nicht großflächig machen könnte", so Kirchlechner.

Emissionen reduzieren

Dabei war auch ein externer Praxispartner involviert: Das Konzept für Solar – Park+Ride wurde mit Unterstützung der Landeshauptstadt München erarbeitet. Es könnte der Landeshauptstadt helfen, Nachhaltigkeitsziele der UN, wie das der Reduzierung von CO2-Emissionen, zu erfüllen. Die Solarparkplätze produzieren regenerative Energie; überschüssiger Strom könnte in das öffentliche Energieversorgungsnetz eingespeist werden.

Wenn E-Autos tagsüber geladen werden anstatt hauptsächlich nachts auf Privatparkplätzen, würde das zudem nächtliche Ladespitzen reduzieren. Durch das Projekt sollen sowohl Anreize für den Umstieg auf E-Autos als auch für eine verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel geschaffen werden.

Begrenzte Ladeplätze

Bislang verfügen die P+R-Anlagen im Stadtgebiet München über 7400 Parkplätze und im gesamten MVV-Raum über rund 30.000 Stellplätze. Die Ladeplätze sind dagegen derzeit begrenzt, heißt es. Unter der Leitung von Frank Palme, Professor an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik, entwickelten die Studierenden exemplarisch für den P+R-Parkplatz am Standort Daglfing ein Modell mit konkreten Ideen zur Umsetzung. Das komplette Konzept liegt nun zur Prüfung bei der Stadt München.

Neben Kirchlechner waren an "Solar – Park+Ride" die Studierenden Peter Essendorfer, Yasmin Müller und Petra Stellmacher unter der Leitung von Professor Palme beteiligt. Das Team stand dabei in engem Austausch mit der Landeshauptstadt München. (jk)

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