In Scholven wird bald Gas anstelle von Kohle im Uniper-Kraftwerk verbrannt.

In Scholven wird bald Gas anstelle von Kohle im Uniper-Kraftwerk verbrannt.

Bild: © Uniper

In Scholven nagt der Zahn der Zeit an den zwei Kohleblöcken des Uniper-Kraftwerks. Während drei Blöcke bereits 2014 stillgelegt wurden, haben auch die Blöcke B und C in den kommenden Jahren ihre Lebenszeit erreicht. Uniper steigt daher langfristig auf Erdgas um und zwar nicht nur in der Stromversorgung.

Neben den 114 MW elektrischer Leistung, sollen die zwei Gasturbinen auch 140 MW thermische Leistung erzeugen. Damit liegt die Gesamtleistung deutlich niedriger als die bisherigen 762-MW-Kohleblöcke. Hintergrund der kleineren Anlage ist das neue Standortdesign von Uniper. Strom soll künftig überwiegend an die Industrieunternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft geliefert werden. Dazu wurde die langjährige Partnerschaft mit einem Chemieunternehmen erneuert. Zudem plant der Versorger die Belieferung mit Druckluft und Prozessdampf.

Wärme für rund 30 000 Haushalte

Während sich das Stromgeschäft künftig überwiegend auf Industriekunden beschränken wird, soll die Fernwärmeversorgung von rund 100 000 Haushalten im Verbund aufrechterhalten werden, denn auch das Fernwärmekraftwerk Buer geht in den nächsten Jahren in Ruhestand. Die neue Anlage allein ist auf rund 30 000 Haushalte ausgelegt und liefert künftig einen wesentlichen Teil der Fernwärme für Scholven. (ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper