Der Preis für Industriestrom hat nach Angaben des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA) seit Jahresbeginn einen neuen Höhepunkt erreicht.
Aktuell liege der Großhandelspreis im Durchschnitt bei 17,70 Cent pro kWh, rechnet die Organisation vor. Dies sei ein Anstieg von fast zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Hohe CO2-Preise, schwacher Erneuerbaren-Output
Hintergrund ist, dass die Strompreise im Großhandel zu Beginn der Corona-Pandemie einbrachen. Seit Herbst 2020 allerdings kletterten sie teils rasant in die Höhe. Verantwortlich sind dafür unter anderem ein stark gestiegener CO2-Preis sowie ein vergleichsweise schwacher Output erneuerbarer Energien.
Insgesamt hat sich die Weltwirtschaft nach dem Corona-Schock im Frühjahr 2020 erholt, hat die Nachfrage nach Rohstoffen und Energie deutlich zugenommen.
Vergleich in 50 Netzgebieten
Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA verweist auf noch andere Treiber. Er nennt die gesetzlichen Veränderungen im Zuge der Energiewende und zahlreiche Umlagen wie die EEG- und KWKG-Umlage.
Der VEA hat für seine Analyse Preise in insgesamt 50 großen Netzgebieten in Deutschland verglichen.
Preise in neuen Bundesländern höher
Demnach seien nach wie vor die Strompreise in den neuen Bundesländern höher als in den alten Bundesländern, resümiert der Verband. So betrage der durchschnittliche Strompreis in den neuen Bundesländern 18,12 Cent pro kWh. Er liege damit um 0,52 Cent pro kWh höher als der mittlere Preis in den alten Bundesländern. (ab)



