Weil die Kabel Wärme abgeben, müssen sie in Abständen von gut einem halben Meter zueinander verlegt werden. Hier im Bild eine bereits bestehende Erdkabel-Baustelle in Raesfeld im Kreis Borken (NRW).

Weil die Kabel Wärme abgeben, müssen sie in Abständen von gut einem halben Meter zueinander verlegt werden. Hier im Bild eine bereits bestehende Erdkabel-Baustelle in Raesfeld im Kreis Borken (NRW).

Bild: © Amprion

 Die Arbeiten an einer wichtigen Verbindung für die Versorgung von Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland mit Strom von der Nordsee sind einen Schritt weiter gekommen. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion stellte am Donnerstag in Lingen den Trassenverlauf für den Abschnitt B der von Emden zum Rheinland laufenden Stromtrasse vor, den sogenannten Korridor A. Die Gleichstromverbindung wird als Erdkabel verlegt. Als nächster Schritt starten die Planfeststellungsverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit. Amprion kündigte Informationsveranstaltungen an.

Die Trasse geht vom ostfriesischen Bunde bis nach Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim. Die Stromleitung habe eine Kapazität von rund zwei GW, sagte Amprion-Projektleiter Jörn Koch. Das sei etwa das anderthalb- bis zweifache der Leistung des Kernkraftkraftwerkes Emsland. «Etwa zwei Millionen Menschen können damit versorgt werden.» Die Windenergie von der Nordsee solle die Kohlekraft in NRW ersetzen.

Netzanbindungen für Offshore-Parks werden gleichzeitig errichtet

Die Trasse solle im Rheinland von Osterath als Freileitung weiter ins baden-württembergische Philippsburg bei Karlsruhe geführt werden, wo der Windstrom das 2019 abgeschaltete Kernkraftwerk ersetzen solle. An dem dortigen Kraftwerksstandort solle ein Gleichstrom-Umspannwerk entstehen.

Parallel zu dem Ausbau des Korridors A werde Amprion die Netzanbindungssysteme für die Offshore-Projekte DolWin 4 und BorWin 4 bauen, hieß es. Auch diese Erdkabeltrassen sollen durch den Korridor A geführt werden. (dpa/lm)

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