Die Trennung der Strompreiszone hat die Preise in Österreich deutlich nach oben getrieben. Nun regt sich Widerstand beim größten Stromanbieter des Landes.

Die Trennung der Strompreiszone hat die Preise in Österreich deutlich nach oben getrieben. Nun regt sich Widerstand beim größten Stromanbieter des Landes.

Bild: © alicefoxartbox/Adobe Stock

In Österreich können Industriebetriebe oder Stadtwerke nun auch Flexibilitäten, die sonst nicht sämtliche Voraussetzungen für den Regelenergiemarkt erfüllen, am Intraday-Markt handeln. Möglich macht das die Flex Optimierung von Verbund, die Flexibilitäten aus mehreren kleinen Anlagen bündelt, um sie zu handeln.

Und so funktioniert es: Auf einer Softwareplattform werden Flexibilitäten verschiedener Anlagen von Power-to-Gas, über Batteriespeicher bis hin zu Lastflexibilitäten aus Industrieprozessen aggregiert. Hierfür gibt es zwischen der Plattform und der jeweiligen Anlage eine Schnittstelle, die Echtzeit-Messdaten der Anlage, wie z.B. Ladezustand einer Batterie, Wirkungsgrad oder Reseverbedarf, überträgt.

Nicht-Verfügbarkeiten können im Schwarm gut ausgeglichen werden

Ein Optimierungsalgorithmus berechnet auf Grundlage dieser Daten, wie viel Flexibilität der Anlage am Energiemarkt gehandelt werden kann. Bekommt der gebündelte Schwarm an Flexibilitäten einen Zuschlag, sorgt die Plattformsteuerung dafür, dass die nachgefragte Gesamtmenge auf die einzelnen Anlagen verteilt wird. Damit jede einzelne von ihnen dann auch ihre Leistung erbringt, wird ein Steuerungssignal über die Schnittstelle an die Anlage übermittelt.

Der Vorteil an der Schwarmsteuerung: Steht eine Anlage für den gefragten Zeitraum nicht für Flexibilitäten zur Verfügung, kann eine andere Anlage diesen „Ausfall“ kompensieren. Abgewickelt werden die kombinierten Flexibilitäten vollautomatisch über den Verbund-Autotrader. In den Schwarm integriert werden können Flexibilitäten von Anlagen ab einer Leistung von 200 kW. (ls)  

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