Machen sich für die lokale Ökostromversorgung stark (v. l.): Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer Stadtwerke München, Wodan Lichtmeß, Vorstand Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen, Gerhard Lößlein, SWM Kommunale Kooperationen, Karl Steingruber, Werkleiter Gemeindewerke Murnau, Andre Behre, Vorstand Stadtwerke Penzberg, Matthias Pöll, Geschäftsführer Karwendel Energie & Wasser, Jan Dühring, Vorstand Stadtwerke Geretsried, Thomas Fritz, Vorstand Stadtwerke Wolfratshausen, und Walter Huber, Geschäftsführer Stadtwerke Bad Tölz

Machen sich für die lokale Ökostromversorgung stark (v. l.): Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer Stadtwerke München, Wodan Lichtmeß, Vorstand Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen, Gerhard Lößlein, SWM Kommunale Kooperationen, Karl Steingruber, Werkleiter Gemeindewerke Murnau, Andre Behre, Vorstand Stadtwerke Penzberg, Matthias Pöll, Geschäftsführer Karwendel Energie & Wasser, Jan Dühring, Vorstand Stadtwerke Geretsried, Thomas Fritz, Vorstand Stadtwerke Wolfratshausen, und Walter Huber, Geschäftsführer Stadtwerke Bad Tölz

Bild: © Andreas Leder/SWM

Bereits seit mehreren Jahren betreibt Uniper das Walchenseekraftwerk im oberbayerischen Kochel am See. Gut 300 Mio. kWh pro Jahr erzeugt das Wasserkraftwerk. 2030 wird das Wasserrecht am Standort neu vergeben, mehrere Versorger wittern dabei die Chance auf eine Rekommunalisierung.

Insgesamt acht Kommunalunternehmen, darunter die Stadtwerke München, Bad Tölz, Geretsried, Wolfratshausen, Penzberg und die Karwenndel Energie und Wasser, haben sich zu einer Allianz zusammengeschlossen, um sich für einen heimischen Betrieb des Kraftwerksstandortes ab 2030 einzusetzen.

Kleine Versorger könnten profitieren

Matthias Pöll, Geschäftsführer Karwendel Energie und Wasser und Sprecher der Interessensgemeinschaft erklärt die Beweggründe:  „Hier und jetzt gibt es die einmalige Chance, das Kraftwerk zurück in oberbayerische Verantwortung zu führen. Diese Chance wollen wir nutzen zum Wohl der Region. Denn eine lokal verankerte Gemeinschaft kann die regionalen Bedürfnisse besser wahrnehmen und darauf mit passenderen Lösungen reagieren als ferne Konzerne. Wir kommunalen Stadt- und Gemeindewerke bringen eine breite, jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb von Wasserkraftwerken mit. Und wir kennen unsere Region und die Menschen mit ihren Bedürfnissen sehr genau, weil hier unsere Wurzeln sind.“

Gerade für die kleineren Stadt- und Gemeindewerke sei es oft schwer, allein einen wirklich wirkungsvollen Beitrag zur Energiewende vor Ort zu leisten und leistungsfähige Stromerzeugungs-anlagen zu verwirklichen. Im Verbund mehrerer regionaler kom-munaler Partner könne dies deutlich besser gelingen, so Pöll weiter.

Wirtschaftliche und technische Herausforderungen

Mit der Vergabe des Wasserrechts in neun Jahren gehen jedoch auch einige Hürden für die neu gegründete Kommunal-Allianz einher. Wirtschaftlich ist der künftige Betrieb aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Denn bei einer Neuvergabe des Wasserrechts zeichnen sich Änderungen der Auflagen, etwa bei den Mindestwassermengen in den Zuläufen, ab. Die Versorger sind allerdings optimistisch, dass sie die zu erwartenden Investitionen mit Anpassungen der Anlage an die Erfordernisse des künftigen Strommarkts refinanzieren können.

Darüber hinaus warten auch technische Herausforderungen: Es handelt sich nicht nur um ein Wasserkraftwerk und dessen Betrieb, sondern um ein großräumiges System aus Zuflüssen, Wehren, kleineren Kraftwerken, Kanälen, Bauwerken und einem Besucherpark. Doch auch hier geben sich die Unternehmen optimistisch. (lm)

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