Im Jahr 2017 wurden 5,3 GW an Windkraft neu zugebaut.

Im Jahr 2017 wurden 5,3 GW an Windkraft neu zugebaut.

Bild: © Mainova

Die Ausschreibungsergebnisse zum Gebotstermin 1. September reihen sich konsequent in den Negativ-Trend der vergangenen beiden Ausschreibungen für Windenergie an Land ein und bieten einmal mehr ein mahnenden Schatten auf die deutsche Klimapolitik.

Von den ausgeschriebenen 500 MW konnten lediglich 187 MW bezuschlagt werden, was nicht etwa an  hohen Ausschlusszahlen lag, sondern an fehlenden Geboten. 22 Förderanträge gingen bei der Bundesnetzagentur ein, eines davon hatte keine Teilnahmeberechtigung.

Gesamtbilanz ebenfalls unterwältigend

Mit diesem Ergebnis verstetigt die Ausschreibung die Abwärtsspirale für den Windausbau an Land, denn das Verhältnis zwischen Ausschreibungsmenge und Gebote ist noch schlechter als zum Gebotstermin im August. Damals konnten immerhin noch 208 von 650 MW gefördert werden.

Bei den Zuschlagswerten hingegen nehmen sich die beiden Pleite-Ausschreibungen nichts. Mit 6,20 Cent pro kWh liegt der durchschnittliche Zuschlagswert nach wie vor auf Höchstpreisniveau. Für Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des VKU ist das erneut schlechte Ergebnis ein unüberhörbares Warnsignal: „Damit wird bei der Onshore-Windenergie die Lücke zwischen Ziel und tatsächlicher Umsetzung noch größer. Von den 2500 MW Windenergieleistung, die bisher in 2019 ausgeschrieben wurden, konnte nicht einmal die Hälfte (1130 MW) bezuschlagt werden.“

Zwei Ausschreibungen stehen noch an

Das Ergebnis unterstreiche, wie dringend der Handlungsbedarf ist, so Reiche weiter und ergänzt: „Wir haben bereits beim Windgipfel angemahnt, dass die Vorschläge des Klimakabinetts im September auch Maßnahmen für den Windenergieausbau enthalten müssen.“   Für dieses Jahr  sind noch zwei weitere Onshore-Ausschreibungen (1.Oktober/1. Dezember) geplant. (ls)

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