Mit Verspätung sind nun endlich die Ausschreibungsergebnisse der Gebotsrunde vom 1. Mai da: Wieder einmal wurde die ausgeschriebene Menge von 1243 MW, die ohnehin schon durch die endogene Mengensteuerung um knapp 260 MW gekürzt wurde, unterzeichnet. Dennoch geht es mit der Windkraft langsam bergauf.
Mit 133 MW fiel die Unterzeichnung bei der zweiten technologiespezifischen Windkraft-Ausschreibung dieses Jahr im Vergleich zur Februar-Runde und den Gebotsterminen in 2020 deutlich geringer aus. 127 Gebote mit einem Umfang von 1110 MW wurden bezuschlagt. Im Februar waren es nur 91 eingereichte Gebote. Von 1500 MW konnte nur weniger als die Hälfte, 691 MW, erfolgreich genehmigt werden.
Zuschlagswert sinkt ab
Ähnlich sah es in allen Ausschreibungen vergangenes Jahr aus, die Ausnahme bildete lediglich die überzeichnete Dezemberausschreibung. Hinzu kommt, dass in der Mai-Ausschreibung mit 1161 MW erstmals ein deutlich größeres Gebotsvolumen eingereicht und auch bezuschlagt wurde. Bisherige Höchstzuschlagsmenge waren 691 MW im Februar dieses Jahres. Letztes Jahr war der Oktober mit 658 MW Spitzenreiter unter den Zuschlagsmengen.
Die viel kritisierte endogene Mengensteuerung, die seit der Einführung des EEG 2021 gilt, zeigt auch ihre Wirkung zu entfalten. So ist der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert von 6,00 Cent pro kWh (Februar 2021) auf 5,91 Cent pro kWh gesunken. Zehn Gebote mussten aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen werden. Die nächste Ausschreibung für Windkraftanlagen an Land findet am 1. September 2021 statt. (lm)



