Das Großkraftwerk Mannheim ist ein Joint Venture von RWE (40 Prozent), EnBW (32 Prozent) und MVV (28 Prozent).

Das Großkraftwerk Mannheim ist ein Joint Venture von RWE (40 Prozent), EnBW (32 Prozent) und MVV (28 Prozent).

Bild: © VoordenGraphy.com/AdobeStock

Der fossile Kraftwerkspark auf dem deutschen Strommarkt verkleinert sich nach überstandenem Winter schneller als gedacht. So kündigte das Großkraftwerk Mannheim auf der Börsenplattform EEX an, Block 7 mit einer Leistung von 425 MW im Juni aus dem Strommarkt zu nehmen. Die Anlage verbleibt danach in der Reserve.

Ursprünglich sollte die Anlage laut Aufsichtsratsentscheidung dem Markt von Januar 2023 bis spätestens Ende März 2024 zur Verfügung stehen, um zur Versorgungssicherheit in Deutschland beizutragen. Von der Entscheidung unberührt bleiben die Blöcke 6, 8 und 9. Der nach eigenen Angaben größte Energiestandort Baden-Württembergs erzeugt unter anderem für die Deutsche Bahn Strom.

Scholven C bleibt länger am Netz

Bereits Mitte April scheiden die Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland aus dem Markt aus. Sie hatten zusammen im ersten Quartal 2023 etwa fünf Prozent des bundesweit produzierten öffentlichen Nettostroms erzeugt, wie Daten der Fraunhofer-Plattform Energy-Charts zeigen.

Länger auf dem Markt bleibt dagegen das Uniper-Steinkohlekraftwerk Uniper Scholven C (345 MW) in Gelsenkirchen. Wie der Betreiber auf der EEX-Plattform bekanntgab, soll die Anlage bis maximal 31. März 2024 auf Wettbewerbsbasis Strom produzieren.

Back-up für Schwesterblock

Scholven C gilt als Back-up für den Schwesterblock B, falls dieser geplant oder ungeplant ausfallen sollte. Innerhalb von 72 Stunden könnte Scholven C laut Uniper wieder hochgefahren werden. (aba)

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