(von links): Jochen Debus (Aufsichtsrat der Wärmegesellschaft Kehl), Martin Barnsteiner, Projektleiter bei der Wärmegesellschaft Kehl, Michael Artmann vom Badenova Innovationsfonds und Thomas Wuttke, Baubürgermeister der Stadt Kehl

(von links): Jochen Debus (Aufsichtsrat der Wärmegesellschaft Kehl), Martin Barnsteiner, Projektleiter bei der Wärmegesellschaft Kehl, Michael Artmann vom Badenova Innovationsfonds und Thomas Wuttke, Baubürgermeister der Stadt Kehl

Bild: © Badenova

Das Neubaugebiet „Hühnerbünd II“ in Kehl-Neumühl in der baden-württembergischen Ortenau umfasst rund 30 Wohnhäuser. Deren Energieversorgung ist künftig nahezu komplett klimaneutral. Das Konzept wird vom Badenova Innovationsfonds Wasser- und Klimaschutz mit 150.000 Euro unterstützt. Die Erschließung des Baugebiets hat bereits begonnen und im nächsten Jahr wird die Wärmepumpenanlage installiert, damit ab Herbst 2023 Wärme für die ersten Gebäude bereitseht. Die Wärmegesellschaft Kehl, ein Tochterunternehmen der Stadt Kehl und der BadenovaWÄRMEPLUS wird die Anlage bauen und betreiben und investiert dafür 1,97 Mio. Euro, teilt Badenova mit.

 

Das Gebiet wird mit einem Niedertemperatur-Wärmenetz erschlossen. Die Vorlauftemperatur beträgt rund 45 Grad. „Wir haben den Ehrgeiz, hier ein klimaneutrales neues Wohngebiet zu realisieren, indem wir bei der Wärmeversorgung auf ein Niedertemperatur-Wärmenetz und auf Grundwasser-Wärmepumpen setzen“, erklärt der städtische Beigeordnete Thomas Wuttke. 

"Booster"-Wärmepumpen für die Gebäude

Eine Wärmepumpe breitet diese für die Grundwärmeversorgung der Häuser auf. Die einzelnen Bauten werden zusätzlich jeweils mit einer „Booster“-Wärmepumpe ausgestattet. Damit werden die Häuser mit Warmwasser versorgt, weil die separate Wärmepumpe die Vorlauftemperatur auf die geforderten 60 bis 70 Grad erhitzt. Solaranlagen sichern die Stromversorgung des Gebietes. Ferner können die Gebäude durch die geplanten Grundwasserbrunnen auch im Sommer gekühlt werden. 
 
Vor dem Hintergrund der Preisschwankungen an den internationalen Energiemärkten und der weiter steigenden CO2-Bepreisung sind sich die Projektierer hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit auch über die Förderperiode hinaus sicher. „Jährlich fließen rund drei Prozent des Unternehmensgewinns in diesen Fonds und werden für Pionierleistungen, Pilotprojekte und innovative Ideen bereitgestellt“, ergänzt Badenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher. (gun)
 

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