Die CO2-Emissionen weltweit könnten dieses Jahr um 1,5 Milliarden Tonnen steigen. Das wäre das zweitgrößte Plus seit Beginn der Aufzeichnungen, wie die Internationale Energieagentur (IEA) in einem neuen Report festhält.
Damit würde auch die pandemiebedingte Reduktion des CO2-Ausstoßes weltweit im vergangenen Jahr weitgehend rückgängig gemacht werden. Am stärksten stiegen die CO2-Emissionen im Jahr 2010. Grund war damals die einsetzende wirtschaftliche Erholung infolge der Finanzkrise.
Ölnachfrage steigt weniger stark
Die IEA rechnet insgesamt mit einem Ausstoß von 33 Milliarden Tonnen CO2. Das entspräche einem Anstieg von etwa fünf Prozent im Vorjahresvergleich. Haupttreiber dürfte die wachsende Kohlenachfrage weltweit sein. Sie dürfte sich dem Allzeithoch von 2014 nähern. Der Stromsektor wäre demnach für drei Viertel dieses Anstiegs verantwortlich.
Auch die globale Gasnachfrage dürfte deutlich zulegen, heißt es weiter. Weniger stark wird wohl die Ölnachfrage ausfallen, auch weil die Luftfahrt weiterhin pandemiebedingt unter Druck ist.
Erneuerbare: Acht Prozent plus
Mehr als 80 Prozent der erwarteten Kohlenachfrage 2021 dürfte aus Asien, insbesondere aus China kommen. Auch die Kohlenutzung in den USA und in der Europäischen Union dürfte steigen, aber unter dem Vorkrisenniveau bleiben.
Bei der Erneuerbaren-Erzeugung rechnet die IEA mit einem Plus von acht Prozent. Windkraft und Photovoltaik dürften dabei das größte Plus der Geschichte verzeichnen. Zusammen könnten sie 2800 Terawattstunden Strom liefern.
China mit Aufschwung bei Erneuerbaren
Regenerative Energien dürften dieses Jahr 30 Prozent der weltweiten Stromerzeugung beisteuern, schreibt die IEA — ein neuer Rekord. 2019 waren es noch weniger als 27 Prozent.
China dürfte für den Großteil des Wachstums verantwortlich sein, gefolgt von den USA, der Europäischen Union und Indien. (ab)



