Die Stahlindustrie gilt als einer der größten CO2-Emittenten und muss dabei bis 2050 CO2-neutral sein.

Die Stahlindustrie gilt als einer der größten CO2-Emittenten und muss dabei bis 2050 CO2-neutral sein.

Bild: © Industrieblick/stock.adobe.com

Durch konsequente Nutzung der Abwärme aus industriellen Energie- und Produktionsprozessen könnten in Nordrhein-Westfalen jährlich bis zu 48 Mrd. kWh Wärme für Heizzwecke und Produktionsprozesse ersetzt werden. Das ergibt eine Potenzialstudie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV). Die Menge übertrifft die rund 30 Mrd. kWh Wärme, die jährlich durch überwiegend fossile Energieträger in nordrhein-westfälische Nah- und Fernwärmenetzen bereit gestellt werden.

Jetzt sind Konzepte gefragt

„Der Wärmesektor ist ein wichtiger Schlüssel zum Erreichen der Energie- und Klimaschutzziele“, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Abwärme biete gerade im Industrieland Nordrhein-Westfalen großes Potenzial und könne einen wichtigen Beitrag leisten, um die Wärmeversorgung von Industrie- und Gewerbebetrieben oder auch von Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen klimafreundlich zu gewährleisten. Nun gelte es, dass Industrie und kommunale Versorger Konzepte entwickeln, um Nah- und Fernwärmenetze gezielt auszubauen.

Für den Präsidenten des LANUV Thomas Delschen ist Abwärme ein „Feld mit enormen Potenzialen, die es nun zu heben gilt“. Die große und breite Beteiligung der Unternehmen an der Studie zeige, dass das Interesse an dieser Thematik sehr hoch sei. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer hätten signalisiert, dass sie an Kooperationen zur Abnahme und Weitergabe von Wärme interessiert sind.

Durch konsequente Nutzung von Abwärme könnten nach LANUV-Angaben jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die entspreche etwa 20 Prozent des gesamten durch die Industrie verursachten Kohlendioxid-Ausstoßes. (wa)

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