© Ronald Wittek/dpa

Die Deutsche Erdwärme, Deutschlands größter privater Entwickler und Betreiber von Erdwärmeanlagen, hat Daten seiner Ende 2019 durchgeführten geologischen Messkampagne im Raum Philippsburg-Waghäusel (Baden-Württemberg) ausgewertet. Demnach zeigten sich mehrere geologische Brüche im Aufsuchungsgebiet, die sich für die Gewinnung von Thermalwasser zum Betrieb von Erdwärmeanlagen eigneten, teilte das Unternehmen mit.

Unter anderem folgende günstige Begebenheiten fand die Deutsche Erdwärme in Waghäusel vor: einen erschließbaren Reservoirhorizont im Buntsandstein, eine ausreichende Reservoirtiefe mit Temperaturen von mehr als 150 ° und eine ausreichende Länge, um Förder- und Injektionsbohrung in ein zusammenhängendes Reservoir zu führen.

Erste Gespräche mit Stadt

Nach eigenen Angaben führt die Deutsche Erdwärme bereits erste Gespräche mit der Stadt, um mögliche Standorte zu bestimmen. "Der Umkreis, in dem eine Erdwärmeanlage gebaut werden kann, hängt in erster Linie von der Erreichbarkeit der anvisierten Bohrziele im Untergrund ab", erklärt Geschäftsführer Herbert Pohl. Innerhalb dieses Umkreises gebe es Flächen wie Wohn- oder Naturschutzgebiete, die von Anfang an nicht als Standorte in Betracht kämen. "Im Austausch mit Oberbürgermeister Walter Heiler und den Ratsfraktionen wollen wir nun abstimmen, welche Präferenzen die Gemeinde hinsichtlich der formal denkbaren und technisch erschließbaren Flächen hat", sagt Pohl.

Philippsburg als möglicher Standort

Auch Philippsburg und Umgebung könnten sich aus Sicht des Unternehmens für die Erschließung erneuerbarer Wärme eignen. Die Firma nimmt dort aktuell weiterführende Reservoirstudien vor. Die Deutsche Erdwärme rechnet damit, ab Ende November auf weitere Gemeinden im Aufsuchungsgebiet mit seinen Analysen zugehen zu können. (ab)

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