Das Forum Nachhaltige Holzenergie (FNH) möchte insbesondere die Dekarbonisierung der Kohlekraftwerke und Industrie vorantreiben.

Das Forum Nachhaltige Holzenergie (FNH) möchte insbesondere die Dekarbonisierung der Kohlekraftwerke und Industrie vorantreiben.

Bild: © Gerhard Seybert/stock.adobe.com

Die Stadtwerke Ditzingen beginnen mit dem Bau des ersten, rund einen Kilometer langen Teilabschnitts eines kommunalen Wärmenetzes. Ditzingen bekommt mit diesem Pilot- und Referenzprojekt sein erstes kommunales Wärmenetz.

Die Stadt Ditzingen und die Stadtwerke bereiten seit längerem die Errichtung des Wärmenetzes vor. Bereits 2021 haben die Stadtwerke auf Beschluss des Gemeinderats die Analyse eines bestehenden Quartiers mit der Entwicklung eines Business-Cases für ein Stadtgebiet durchgeführt. Dazu erfolgte in diesem Gebiet eine Aufnahme des Gebäudebestands und dessen energetischem Sanierungszustand. Das Ergebnis: Insgesamt drei Straßenzüge bieten großes Potential für den wirtschaftlichen und klimafreundlichen Betrieb eines Wärmenetzes. Ergänzend dazu erarbeitet die Stadt Ditzingen eine kommunale Wärmeplanung, deren Ergebnisse voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht werden. Die Erfahrungen aus dem Quartierskonzept fließen dabei mit ein. 

Start zur Heizperiode 2024/2025

Nach den derzeitigen Planungen können die Gebäude entlang der Straßenzüge voraussichtlich zum Beginn der Heizperiode 2024/2025 an das Wärmenetz angeschlossen werden. 

Die Energieerzeugung basiert künftig auf Holz-Pellets und Kraft-Wärme-Kopplung. Dazu werden in der Heizzentrale zwei moderne BHKW mit einer elektrischen Leistung von jeweils 50 kW errichtet. Außerdem wird ein bestehender Pelletkessel mit einer thermischen Leistung von 300 kW Wärme weiter betrieben. Zur Spitzenlastdeckung und für eine resiliente Versorgung stehen Gaskessel bereit.

Enormes Einsparungspotenzial

Die Wärmeversorgung erfüllt die Vorgaben des baden-württembergischen EWärmeG und wird 75 % weniger CO2 ausstoßen als die bestehenden Heizungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden. Auch die Anforderungen aus dem Referentenentwurf zur Anpassung des Gebäudeenergiegesetzes nach der Sommerpause werden erfüllt. (amo)

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