42 Tiefe-Geothermie-Anlagen in Deutschland und über 440.000 oberflächennahe Erdwärme-Systeme sind bereits im ganzen Bundesgebiet in Betrieb. (Symbolbild)

42 Tiefe-Geothermie-Anlagen in Deutschland und über 440.000 oberflächennahe Erdwärme-Systeme sind bereits im ganzen Bundesgebiet in Betrieb. (Symbolbild)

Bild: © Daniel Turbasa/AdobeStock

Die beiden Energieversorger EnBW (Karlsruhe) und MVV (Mannheim) haben mit geophysikalischen Messungen für bis zu drei Geothermieheizwerke begonnen. Auf 7000 Hektar werden dafür geeignete Bohrziele zur Gewinnung von Erdwärme gesucht. Nach weiteren Angaben der beiden Unternehmen vom Dienstag berührt das Projekt sieben nordbadische Kommunen: Mannheim, Schwetzingen, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt, Heidelberg und Brühl.

Auf dem Weg zu CO-2-neutraler Energieversorgung sollen thermische Phänomene im Oberrheingraben genutzt werden. Wegen einer sogenannten geothermischen Wärmeanomalie steigt die Temperatur im Oberrheingraben schneller an als in vulkanisch nicht aktiven Regionen. An manchen Stellen herrschen in 1000 Meter Tiefe schon 100 Grad Celsius. Die dort gewonnene Energie soll ins Fernwärmenetz eingespeist und für die Region und ihre Bewohner direkt nutzbar gemacht werden.

Für die Suche haben die beiden Unternehmen eine gemeinsame Tochter gegründet, die GeoHardt GmbH in Schwetzingen. Sie hat grünes Licht vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau für die Untersuchungen mit 3-D-Seismik bekommen. Diese Technologie erstellt dreidimensionale Abbilder des Untergrunds. Diese Arbeit soll im Februar abgeschlossen werden und bildet die Grundlage zur Identifizierung potenzieller Bohrziele. (dpa/gun)

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