Im thüringischen Nordhausen soll das Fernwärmenetz erweitert werden.

Im thüringischen Nordhausen soll das Fernwärmenetz erweitert werden.

Bild: © Finecki/Adobe Stock

Hoher administrativer Aufwand für die Stadtwerke Gießen: Der Kommunalversorger kündigt allen rund 12.000 Fernwärmekunden die Verträge. Dem Schreiben liegen vorausgefüllte, neue Liefervereinbarungen bei. Hintergrund für die  Maßnahme sind notwendige Vertragsanpassungen. Dabei geht es vor allem um eine Erhöhung des über 20 Jahre konstant gehaltenen Verrechnungspreises.

Dieser beläuft sich ab dem 1. Januar 2020 auf 125,82 Euro brutto im Jahr statt bisher 81 Euro brutto jährlich. Dies ist gleich bedeutend mit einem Anstieg um 44,82 Euro im Jahr oder rund 3,74 Euro m Monat. Laut Pressemitteilung der Stadtwerke liegt trotz der Anpassung dieser Preiskomponente die Fernwärme von den SWG kostenmäßig immer noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Arbeitspreis und Leistungspreis bleiben unverändert. Zusätzlich passt das Unternehmen auch die Preisgleitklauseln beziehungsweise die in ihnen enthaltenen Formeln für die Berechnung der Preise an. Diese Vertragsklauseln sorgen dafür, dass die Lieferanten von Fernwärme steigende Kosten – vor allem für die eingesetzte Primärenergie – an ihre Kunden weiterreichen können. Gleichzeitig stellen sie sicher, dass sinkende Kosten automatisch zu Preissenkungen für die Kunden führen.

Eine Preisänderungsoption wird gestrichen

Neben dem neuen Verrechnungspreis und den angepassten Preisgleitklauseln haben die SWG eine weitere Veränderung an den Fernwärme-Lieferverträgen vorgenommen: Preisänderungen sind nur noch zum 1. April und zum 1.Oktober möglich. Die bislang verfügbare dritte Option zum 1. Januar entfällt ersatzlos. "Aus formaljuristischen Gründen kommen wir um die Vertragskündigung nicht herum. Wir hoffen, dass wir all unsere Kunden weiterhin von unserem wirklich fairen Angebot überzeugen können", führt SWG-Unternehmenssprecherin Ina Weller aus. (hoe)

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