Preiserhöhungen, die auf intransparenten Mitteilungen beruhen, sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW unwirksam.

Preiserhöhungen, die auf intransparenten Mitteilungen beruhen, sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW unwirksam.

Bild: © Alfons Ven/AdobeStock

Vielen Haushalten droht eine Nachzahlung für Strom, Heizung und Wasser. Das zeigt eine Analyse der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Energieverbrauch in privaten Haushalten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Für Strom muss ein durchschnittlicher Haushalt mit Mehrkosten von 50 Euro rechnen (5 Prozent), fürs Heizen mit 30 Euro (2 Prozent). Grund dafür ist die längere Anwesenheit im Zuhause. Auch der Wasserverbrauch hat zugenommen: um rund 7 Prozent (10 Euro), teilt die Beratungsgesellschaft mit. Grundlage der Datenanalyse sind rund 13.500 Datensätze aus den Jahren 2019 und 2020. 

"2, 5 und 7 Prozent klingen marginal, sind aber relevante Mehrausgaben. Mehr noch: Wir können davon ausgehen, dass die tatsächlichen Mehrausgaben noch deutlich höher liegen", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Denn die Erhebung erfolge auf Basis von mehr als 13.000 Datensätzen zu Haushalten, die ihren Energieverbrauch regelmäßig testen, also bereits sensibilisiert seien. "Wenn allein sie schon 90 Euro mehr ausgeben, werden es beim Durchschnittshaushalt weit mehr sein", so Loitz.

75 Prozent Mehrverbrauch beim Wasser

Die vergleichsweise geringen Kostensteigerungen und Mehrverbräuche für Heizen seien dadurch begründet, dass für den Großteil der Heizperiode noch keine Corona-Beschränkungen galten und der Herbst 2020 besonders mild war. Von den zusätzlichen Kosten durch die Corona-Pandemie sind nicht alle Haushalte betroffen, wie die Analyse zeigt: Am größten ist der Anteil der Mehrverbraucher beim Wasser mit 75 Prozent. Beim Strom sind es 71 Prozent, beim Heizen rund 59 Prozent. (gun)

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