Internet der Energie: Im Rathaus von Chemnitz wird man die Nachricht gerne hören.

Internet der Energie: Im Rathaus von Chemnitz wird man die Nachricht gerne hören.

Bild: © animaflora/AdobeStock

Sowohl in den öffentlichen Verwaltungen wie in den unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft geht es bislang vor allem um Maßnahmen wie Beleuchtung oder Kältetechnik, wenn Investitionen getätigt werden. Weitere Ansätze zur Reduzierung des Energiebedarfs von Immobilien, die nicht zum Wohnen dienen, finden nur vereinzelt statt. Wenn der gesamte Gebäudebestand hierzulande klimaneutral umgestaltet werden soll, besteht deutlicher Nachholbedarf.

Das zumindest meint die Deutsche Energie-Agentur (Dena). Von „Nichtwohngebäuden“, die zu optimieren sind, spricht Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Er empfiehlt, die Unterschiedlichkeit der Nutzungsarten stärker in Politik, Information, Beratung und Förderung zu berücksichtigen. Die Dena hat dazu vier Analysen zu Handels-, Büro-, und Hotelimmobilien sowie kommunalen Gebäuden erstellt.

Noch sehr viel Luft nach oben

Kuhlmann räumt ein: „Das typische Nichtwohngebäude gibt es nicht. So verschieden die Ausgangssituationen und Hemmnisse der untersuchten Branchen sind, so unterschiedlich agieren sie in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.“ Insbesondere bei Büroimmobilien sei aber „noch sehr viel Luft nach oben“. Hier kommen die Städte und Gemeinden ins Spiel, denn natürlich wurden auch öffentliche Verwaltungsgebäude untersucht.

Aus den Studien lässt sich aber auch erheblicher Handlungsbedarf für kommunale Unternehmen ablesen. Sie stünden, so die Dena, vor der Herausforderung, ihrer Vorbildrolle für Energieeffizienz und Klimaschutz gerecht zu werden. Dafür fehlten personelle Ressourcen. Zum Teil mangelt es auch an Finanzmitteln. Kuhlmann mahnt: Auch wenn Nichtwohngebäude in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung fast keine Rolle spielten, seien sie unverzichtbar für das Erreichen der Klimaschutzziele. (sig)

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