Das Heizkraftwerk Sandreuth soll Wasserstoff-fähig werden. Dafür rüstet die N-Ergie zwei Gasturbinen nach.

Das Heizkraftwerk Sandreuth soll Wasserstoff-fähig werden. Dafür rüstet die N-Ergie zwei Gasturbinen nach.

Bild: © Annette Kradisch/N-Ergie

Der Nürnberger Regionalversorger N-Ergie AG erhöht seine Fernwärmepreise zum 1. Oktober dieses Jahres um durchschnittlich acht Prozent. Grund sind vor allem gestiegene Erzeugungskosten durch höhere Brennstoff- und Emissionskosten, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Bruttoarbeitspreis steigt hauptsächlich infolge der hohen Beschaffungspreise für Erdgas und Emissionszertifikate um 10,3 Prozent oder 0,615 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 6,563 Cent/kWh. Da auch Material- und Lohnkosten gestiegen sind, hebt die N-Ergie auch den Grundpreis an: um 0,8 Prozent respektive 26 Cent pro Kilowatt (kW) auf 31,33 Euro/kW. Die Verrechnungspreise, die zuletzt 2006 angepasst wurden, bleiben stabil.

 

Acht Prozent der Fernwärme stammen aus Holzhackschnitzeln

Die Mehrkosten für einen Dreipersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh Wärme liegen laut Informationen des Unternehmens künftig pro Jahr bei etwa 75 Euro brutto. Im Vorjahr hatte N-Ergie die Fernwärmepreise um durchschnittlich sechs Prozent gesenkt.

Rund 90 Prozent der Nürnberger Fernwärme stammen aus dem Heizkraftwerk Sandreuth. Mit einem Wirkungsgrad von über 85 Prozent zählt es zu den effizientesten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Deutschland. Knapp acht Prozent der Fernwärme werden aus Holzhackschnitzeln regenerativ erzeugt. Ihre Heizwerke in Klingenhof und Langwasser hat die N-Ergie zu emissionsarmen und ganzjährig einsetzbaren Heizkraftwerken ausgebaut.

Fernwärmekunden profitieren laut N-Ergie von der hohen Energieeffizienz beim Neubau oder der Altbausanierung, wenn es darum geht, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu erfüllen. Die Fernwärme bildet zudem einen zentralen Baustein im Klimaschutzfahrplan der Stadt Nürnberg. Diese will den CO2-Ausstoß in den kommenden zehn Jahren im Vergleich zu 1990 um 60 Prozent reduzieren. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper