Auf der Messe ISH wurde nun aber eine neue Wärmepumpe-Generation vorgestellt, die für die Quartierentwicklung mit ihren höheren Vorlauftemperaturen sein können. (Symbolbild)

Auf der Messe ISH wurde nun aber eine neue Wärmepumpe-Generation vorgestellt, die für die Quartierentwicklung mit ihren höheren Vorlauftemperaturen sein können. (Symbolbild)

Bild: © Bundesverband Wärmepumpe

Die CO2-Emissionen im Gebäudesektor fallen insbesondere bei Altbauten ins Gewicht. Die Quote der energetischen Sanierung ist gering und die erneuerbaren Heizungen wie Wärmepumpen gelten als weniger effizient. Eine neue Entwicklung wurde nun jedoch auf der Weltmesse für Heizungen - der IHS - präsentiert. Diese könnte gerade jene Kommunalversorger ansprechen, die sich in der Quartierentwicklung umtreiben: Denn vorgestellt wurden neue Wärmepumpe, die höhere Vorlauftemperaturen erreichen und leisere Modelle, um Nachbarschaftsstreitigkeiten vorzubeugen.

Die Wärmepumpe ist in den vergangenen Jahren vom Nischenprodukt zum Trendprodukt unter den Heizungen im Privatbau geworden - auch mit Unterstützung in Form einer guten Förderung. Insgesamt wurden 2020 laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) in Deutschland 120 000 Geräte verkauft, das war ein Plus von 40 Prozent.

Niedrige Vorlauftemperaturen machten die Technologie weniger effizient

Doch ist die Wärmepumpe in Bestandsgebäuden weniger vertreten, gelten die niedrigen Vorlauftemperaturen des Heizungswassers als hinderlich. Denn sie benötigen mehr Strom in Altbauten, um das Wasser auf die notwendigen Temperaturen vorzuheizen. Nun aber habe die Industrie eine neue Gerätegeneration entwickelt, um Wärmepumpen auch im Bestandsgebäude mit höherem Wärmebedarf effizient zu betreiben, sagt BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

Bis zu 71 Grad Vorlauftemperatur schaffe beispielsweise die Sole-Wasser-Wärmepumpe "Compress 7800i LW," gibt der Hersteller Bosch an. Damit ließen sie sich auch mit Heizkörpern im Haus betrieben, erklärt dieser. Auch Viessmann nennt für seine Modelle "Vitocal 250-A/250-AH/252-A" Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad.

Geräuschemissionen: Niveau eines leisen Radios

Die "Logatherm WLW286 A" der Bosch-Marke Buderus und die neuen Geräte Geoblock von Weishaupt würden laut den Herstellern bis zu 65 Grad Vorlauftemperatur schaffen. Ebenfalls diesen Wert erreiche die Wärmepumpe "Altherma 3 H MT", die der Hersteller Daikin als Lösung für Häuser aus Baujahren ab den 1990er Jahre und "für den einfachen Tausch von Gas- und Ölheizgeräten oder sonstigen Heizsystemen" anbietet.

Die Hersteller arbeiten aber auch an einem nervigen Feature mancher der Luft-Wasser-Wärmepumpen: Ihre brummenden Geräusche, die in dicht bebauten Gebieten zur Belastung für die Nachbarschaft werden können. Steht man drei Meter von Daikins Anlage entfernt, nimmt man laut Anbieter 35 dB(A) Schall war - das entspricht etwa einem leisen Radio. Innerhalb von Viessmanns Anlagen sind 30 dB(A) in vier Metern Abstand bei freier Aufstellung im geräuschreduzierten Betrieb möglich. (dpa/gun)

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