Aus der Eon-Zentrale im Essen kommt die Idee, umgesetzt wird sie bei den Regionaltöchtern: die Energiewende 2.0

Aus der Eon-Zentrale im Essen kommt die Idee, umgesetzt wird sie bei den Regionaltöchtern: die Energiewende 2.0

Bild: © Eon

Auf der internationalen Immobilien-Fachmesse Expo Real in München präsentierten Eon, die Hafenkooperation Deltaport und der Aluminiumhersteller Trimet das Projekt „EcoPort 813“. Am Rheinhafen Voerde-Emmelsum planen die Partner ein Kraftwerk, mit dessen Hilfe die Abwärme aus der Produktion von Aluminium zu einer ressourcenschonenden Energiequelle umgewandelt werden kann, um die Logistikimmobilien zu versorgen.

Die Energie, die das Kraftwerk abgeben soll, wird günstig und CO2-neutral sein, und sie wird in Form von Wärme oder Kälte geliefert werden. Dies soll Anreize für die Ansiedlung weiterer Unternehmen schaffen. Speziell die Logistikkette für Lebensmittel haben die Partner dabei im Sinn, denn hier besteht besonders großer bedarf an Kälte, die klimafreundlich produziert wird.

Eon wird das Herzstück des Kraftwerks liefern

Bislang wurden Kühlcontainer, die per Seeschiff im Seehafen anlanden, in Kühlzentren entladen und dann per Kühlkoffer-Lkw in das Hinterland gebracht. Mit dem „EcoPort 813“ kann diese Lieferkette nun ökologisch optimiert werden. Zukünftig sollen Kühlcontainer mit Binnenschiffen oder per Bahn in das Hinterland transportiert werden. Der Transport per LKW wird dann nur noch auf der „letzten Meile“ notwendig.

Eon wird für das Kraftwerk eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung liefern. In diesem Herzstück der Anlage kann die überschüssige Wärme aus der Aluminiumherstellung von Trimet wiederverwertet werden. Die Anlage gewinnt bis zu 136 Gigawattstunden (GWh) nutzbare Wärme im Jahr. Mehr als 27.000 Tonnen CO2 lassen sich dabei einsparen. Die Ziffer im Projektnamen „EcoPort 813“ steht im übrigen für den Rheinkilometer, an dem sich der Standort des Kraftwerks befindet. (sig)

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