Blick von oben auf den Ossietzky-Hof in Nordhausen (Thüringen).

Blick von oben auf den Ossietzky-Hof in Nordhausen (Thüringen).

Bild: © Stadt Nordhausen

Wie wird aus einem DDR-Plattenbau-Quartier ein grünes Vorzeigeprojekt? Das will die Stadt Nordhausen in Thüringen jetzt zeigen.

Im Ossietzky-Quartier im Norden der 40.000-Einwohner-Stadt soll ein grüner Energiemix entstehen. Geplant ist der Einsatz von zwei Wärmepumpen, die Erd- und Raumluftabwärme als Energiequelle nutzen werden, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Zudem sollen Photovoltaik- und Solarthermie-Module Strom und regenerative Wärme erzeugen.

"Komplexes und innovatives Modell"

Wärme, die darüber hinaus benötigt wird, soll das Quartier über das Fernwärmenetz der Energieversorgung Nordhausen (EVN) beziehen. Beteiligt sind an dem Projekt neben der EVN der Thüringer Wärme-Service (TWS) sowie federführend die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Nordhausen (SWG), der der Wohnhof gehört.

"Unser Ziel ist es, mit einem Energieausgleich zwischen allen drei Häusern für alle drei Bauten ein gutes Betriebskostenniveau zu erreichen", erklärt Inge Klaan, Chefin der Wohnungsbaugesellschaft SWG.

Nutzerportal für Mieter

"Ziel ist es zudem, die energetische Versorgung des Quartiers sicherer, klimafreundlicher und preiswerter zu gestalten." Auch deshalb ist ein Nutzerportal geplant, wo die Mieter ihre Energieverbräuche regelmäßig überprüfen können.

"Für das Quartier wurde ein komplexes und innovatives Modell entwickelt", wird Rico Bolduan von der TWS zitiert. Sein Unternehmen wird in die technischen Anlagen investieren und diese betreiben. Die EVN wiederum soll im Rahmen des Betriebs Dienstleistungen für Wartung, Instandhaltung und Störbeseitigung erbringen.

Ladeinfrastruktur für E-Mobilität

Die Projektbeteiligten wollen ferner ein neues Konzept zur künftigen Gestaltung der Elektromobilität umsetzen. Geplant sei, eine entsprechende Ladeinfrastruktur zu errichten und den Mietern zur Verfügung zu stellen, heißt es. Dies fällt in den Aufgabenbereich der EVN.

Insgesamt will die SWG bis 2025 maximal 20 Millionen Euro in das Ossietzky-Quartier investieren. In dieser Summe inbegriffen sind die Energieträgerumstellung, die Sanierung der drei DDR-Platten, der Abriss des Schwesternwohnheims und der Ersatzneubau sowie die Umgestaltung des gesamten Freiraums im Quartier. (ab)

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