Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Bild: © Stockwerk Fotodesign/AdobeStock

 Die Fernwärme ist ein bedeutender Baustein der Energieversorgung in Oberhausen. Diesen will die Energieversorgung Oberhausen (evo) „dekarbonisieren“. Um das zu erreichen, müssen klimafreundliche Alternativen für die Erzeugung der Fernwärme gefunden werden. Die Tiefen-Geothermie soll dabei künftig eine zentrale Rolle spielen.

Die evo hat dazu eine erste Studie von der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geothermie IEG durchführen lassen. Das Fraunhofer IEG schätzte ab, wie groß das Erdwärmepotenzial in Oberhausen ist. Dazu wurden vorhandene Daten genutzt. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Tatsächlich vermuten Experteninnen und Experten in NRW generell Potenzial für sogenannte hydrothermale Nutzung geeigneter Gesteinsformationen. Dabei wird heißes Thermalwasser in einem Kreislauf gefördert, durch die Wärmeentnahme abgekühlt und wieder in die Erde gebracht.

 

Zur Festigung der Datenlage, zur konkreteren Ermittlung der Potenziale und zur Klärung der finalen Machbarkeit sind weitere Untersuchungen erforderlich, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu hat die zuständige Bergbehörde, die Bezirksregierung Arnsberg, der evo die sogenannte "bergrechtliche Erlaubnis" zur Suche nch Erdwärme auf dem Stadtgebiet Oberhausens erteilt.

Kooperation mit Fraunhofer-Einrichtungen

Dieses Gebiet heißt „evo-GeoTherm“. Hier darf der Energieversorger exklusiv Erdwärme aufsuchen.„Geothermie in Oberhausen könnte mit Blick auf die Klimaziele einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme leisten. Voraussetzung ist, dass kurzfristig geeignete politische
Rahmenbedingungen zur Abfederung der Fündigkeitsrisiken geschaffen werden“, so Christian Basler, technischer Vorstand der evo. Das Unternehmen kooperiert bei dem Projekt mit der Fraunhofer-Einrichtung IGE aus Bochum und dem Oberhausener Fraunhofer-Institut Umsicht. (hoe)

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